Demoaufruf: Stoppt den Menschenhandel – Keine EU-Gelder für Sklaverei

Das Welthaus Bielefeld und sein Kooperationsbündnis fordert den sofortigen Stopp der Versklavung von afrikanischen Geflüchteten in Libyen sowie der menschenunwürdigen Lebensbedingungen von geflüchteten Afrikaner_innen weltweit und ruft Initiativen Schwarzer Menschen in Deutschland, Unterstützer_innen in der Zivilgesellschaft, Aktivist_innen sowie Akteur_innen der Antidiskriminierungs-und rassismuskritischen Arbeit dazu auf, ein Zeichen gegen die neokolonialen Zustände zu setzen.

Wann und wo?
Freitag 22.12.2017, von 16:00 Uhr – 18:00 Uhr, Auftakt am Rathausvorplatz- Abschlusskundgebung am Bahnhofvorplatz

Die (neokoloniale) Außenpolitik Europas bzw. des Westens sowie deren wirtschaftlichen Interessen an afrikanischen Bodenschätzen, Ressourcen und Absatzmärkten zwingen hunderttausende Afrikaner_innen jährlich in die Flucht. Ihre Situation in den libyschen und anderen am Mittelmeer liegenden Internierungslagern spitzen sich indessen lebensbedrohlich zu. Geflüchtete, denen die finanziellen Mittel zur Fortsetzung ihrer Flucht nach Europa fehlen, oder die in illegale Machenschaften von Schleppern geraten, werden an Menschenhändler ausgeliefert, die sie misshandeln, vergewaltigen und versklaven. Verantwortliche Akteur_innen der europäischen und libyschen Politik schauen dabei weg und überlassen den Menschen ihren Schicksälen. Schlimmer noch, die ,,Festung Europa“ wird durch die europäische Flüchtlingspolitik und die damit einhergehende Grenzverschiebung nach Libyen aufrecht erhalten.
Deshalb kommt es jetzt auf uns an: Wir wollen gemeinsam für einen sofortigen Stopp der Versklavung in Libyen und die Befreiung von geflüchteten Afrikaner_innen weltweit kämpfen.

Wir fordern:
– die Befreiung der versklavten Afrikaner_innen und den sofortigen Stopp des Sklavenhandels und Menschenhandels
– die Schaffung von menschenwürdigen Bedingungen sowie einen ausreichenden Zugang zu Wasser, Nahrung und sanitärer Versorgung in Flüchtlingslagern
– die Abschaffung der menschenunwürdigen Grenzpolitik Europas.
– die Verantwortungsübernahme von Fluchtursachen des Westens und der Europäischen Union

(Textabzug: Black Lives Matter Germany Cologne)


 

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