Buchvorstellung: Der kurze Frühling der Räterepublik – Ein Tagebuch der bayerischen Revolution

»München stinkt. Es ist heiß an diesem Tag und in den Straßen liegen Abfälle.
Der Krieg hat den Wohlstand der Stadt verschlungen. Nur noch die Reichen können sich die horrenden Schwarzmarktpreise für Lebensmittel leisten. Alle anderen gehen abends hungrig zu Bett. Erich Mühsam hält diesen Tag, an dem er Hilde Kramer und Ernst Toller zum ersten Mal begegnet, für den Auftakt der Revolution…«

 


Vor hundert Jahren gelang einem behäbigen Völkchen am Rande der Alpen eine der wenigen erfolgreichen Revolutionen Deutschlands. Sie ging als Münchener Räterepublik in die Geschichte ein, hatte im April 1919 allerdings nur vier Wochen Bestand und wurde blutig niedergeschlagen. Es blieb in Deutschland bisher der einzige Versuch, eine sozialistische Republik nach rätedemokratischem Muster durchzusetzen.

 

Freitag,  16. Februar 2018     

20 Uhr

Bürgerwache am Siegfriedplatz, Rolandstr. 16,
Bielefeld

Das Tagebuch der Bayerischen Räterepublik rekonstruiert das Geschehen anhand der Erlebnisse dreier revolutionärer Persönlichkeiten: Dem Anarchisten Erich Mühsam (Revolutionärer Arbeiterrat), der Kommunistin Hilde Kramer (KPD) und dem radikalen Sozialisten Ernst Toller (USPD). Systematisch räumt das Buch mit dem weit verbreiteten Mythos auf, es habe sich bei der Räterepublik hauptsächlich um die Phantasie einer Handvoll Literaten gehandelt …Das Buch liefert einen persönlichen Einblick in die Hoffnungen, Strategien und Fehlschläge der bayerischen Revolution. So gelingt es, den aktuellen Stand der Forschung mit einer packenden Erzählung zu vereinen.

(Veranstalter:  ag freie bildung beim AStA der Universität Bielefeld,
Rosa Luxemburg Club Bielefeld mit freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung NRW e.V..
In Kooperation mit der Buchhandlung Mondo, Bielefeld)

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