[Anders miteinander arbeiten] Vorstellung der Gärtnerei Ulenburg bei „contraste“

Im Jahr 2015 hat ein ehemaliges Mitglied der FAU Bielefeld interessierten FAU*istas eine kurzweilige Führung über das Betriebsgelände der Gärtnerei Ulenburg geboten, woran sich die Beteiligten gerne zurück erinnern. Vorerst schließt sich ein Kreis wenn wir an dieser Stelle auf die Vorstellung des Kollektivs bei dem Magazin „contraste – Zeitung für Selbstorganisation“ hinweisen.


Bei der Gründung der Gärtnerei Ulenburg vor rund 40 Jahren konnte niemand der Beteiligten erahnen, was sich tatsächlich über die Jahre entwickeln würde. Der Bioanbau bekam einen rechtlichen Rahmen in ganz Europa. Der Anbauschwerpunkt verlagerte sich vom Gewächshaus ins Freiland. Die Anzahl der Mitstreiter und die bebauten Flächen vermehrten sich.

Guntram Sauermann, Löhne

Die Grundidee der Gärtnerei Ulenburg, einen Betrieb basisdemokratisch als Kollektiv zu betreiben, bestand von Beginn an und blieb über alle Veränderungen hinaus bestehen. Die Kollektivgruppe bestimmt, wohin sich der Betrieb entwickelt, wer eingestellt wird, welche Investitionen getätigt und welche Löhne bezahlt werden. Das Prinzip blieb immer: Ein Mensch, eine Stimme!

Wer mitmachen will, muss kein Geld einbringen. Wer mitarbeitet, bekommt Stundenlohn! Wer sich verabschiedet, bekommt kein Geld mit auf den Weg. So verbleibt die wirtschaftliche Grundlage auch bei Fluktuation und Generationenwechsel im Betrieb. Über viele Jahre konnte das verwirklicht werden, obwohl der gärtnerische Betrieb als landwirtschaftliches Einzelunternehmen gegründet wurde. Eine Person fungierte somit formell nach außen als Eigentümer und Zeichnungsberechtigter.

SPANNEND WEITER

 

 

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