[Leben ohne Chef*in] Vorstellung des Hostel-, Café-, Kneipen- Kollektiv „schickSAAL“


Sehr schick präsentieren sich die Zimmer in der Galerie auf der Homepage. Im Zimmer „Rote Prinzessin“ lässt sich sicherlich vortrefflich von der sozialen Revolution träumen; und wenn die Sozialrevolutionär*innen dann ausgeschlafen haben, kann am Frühstückstisch dann über anstehende Projekte gesprochen werden. Projekte wie „das schickSAAL“ dem zu wünschen ist, dass es möglichst bald das erste Haus am Platz in Lübeck wird.



STATUT DES „schickSAAL“ (AUSZUG)

Präambel

Wir, das Kollektiv schickSAAL*, betreiben ein Hostel mit Café und Kneipe als klar anarchistisch, antikapitalistisch, antifaschistisch, antisexistisch, antirassistisch und queer-feministisch definierten Freiraum. Wir positionieren uns gegen Antisemitismus. Gemeinsam arbeiten wir im Kollektiv, damit auch wir uns wohlfühlen. Unseren Arbeitsplatz als Freiraum erleben und unseren Gästen auf ihrer Reise eine zauberhafte Zeit ermöglichen können.

Wir schaffen einen Ort für selbstverwaltetes Arbeiten mit fairer Bezahlung. Wir bestimmen unsere Strukturen selbst – hierarchiefrei und solidarisch. Keine*r ist Chef*in.

Basisdemokratisch organisiert, entscheiden wir alles gemeinsam und im Konsens. Dies bedeutet für uns, dass wir uns bemühen allen Meinungen Raum zu geben, um uns letztendlich auf ein gemeinsames Ergebnis zu einigen.

Basisdemokratisch organisiert, entscheiden wir alles gemeinsam und im Konsens. Dies bedeutet für uns, dass wir uns bemühen allen Meinungen Raum zu geben, um uns letztendlich auf ein gemeinsames Ergebnis zu einigen.

‚Lohn‘ richtet sich nicht nach Aufgaben oder Leistung, sondern nach persönlichen Bedarf, orientiert am zeitlichen Aufwand. Ziel ist es, solidarisch miteinander zu arbeiten, Verantwortungsbewusstsein für das Projekt mit persönlicher Entfaltungsmöglichkeit so zu verbinden, dass der Betrieb gut läuft und es allen Spaß macht!

Dass wir im Kollektiv arbeiten, ist eine politische Entscheidung, um mit den herrschenden Normen von Leistung und Zwang zu brechen. Das schickSAAL* ist nicht gewinnorientiert und versteht sich als kapitalismuskritisches Projekt und Teil eines Transformationsprozesses für eine solidarisch-libertäre Gesellschaft.

Wir sind überzeugt, dass ein Großteil gesellschaftlicher Probleme direkt durch kapitalistische Zwänge verschuldet werden, bzw. mit diesen zusammenhängen. Wir unterstützen kollektive Strukturen und möchten dazu anregen, über innere und äußere Wertesysteme nachzudenken.

Da wir uns wünschen, dass sich möglichst Viele für das Arbeiten in kollektiven, selbstverwalteten Strukturen entscheiden, werden wir all unsere Erfahrungen und unser Wissen transparent machen. Durch diese Offenheit nach außen, möchten wir Konkurrenzmechanismen entgegenwirken und ein solidarisches Miteinander leben.

Wir schicken diese Idee mit unseren Gästen auf die Reise und mischen uns darüber hinaus ins gesellschafts-politische Geschehen ein.

Dem Kollektiv liegt dieses Statut zu Grunde, in welchem Regelungen zu relevanten Bereichen festgelegt sind – strukturierte Selbstverwaltung ohne den Charme und die Lebendigkeit des Chaos zu verlieren.

HIER WEITER

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.