Fridays for future, Klimastreik und die gesellschaftliche Arbeit: Für den Ökosozialismus!

Klimawandel, Regenwald- und Biodiversitätszerstörung, Nitrat- und Hormonbelastung der Oberflächen- und Grundgewässer und Plastikmüll in den Ozeanen sind zentrale sozialökologische Problemstellungen gegenwärtiger und auf der kapitalistischen Produktionsweise basierender Gesellschaftsformationen. Gegen diese Probleme kämpfen junge Menschen und nennen ihren Protest Fridays for future und Extinction Rebellion (XR).
Diese Proteste sind notwendig und unterstützenswert. Zugleich gilt, dass die sozial-ökologischen Probleme nur zu verstehen und zu lösen sind, wenn die sich entfaltenden Klima- und Umweltkrisen als Folgen der weltgesellschaftlichen Produktionsweise und der damit einhergehenden Form der gesellschaftlichen Arbeit gesehen werden. Der permanente Trieb Kapital anzuhäufen durch die Ausbeutung der Lohnarbeit und der Konsum des produzierten Warenreichtums sind die Ursache der sichentfaltenden multiplen Umweltkrise.
Es müssen deshalb zwei Fragen gestellt werden, um in der Suche nach planetarer Gleichheit, individueller wie kollektiver Freiheit und Selbstbestimmung Fortschritte erzielen zu können. Was ist radikale Arbeitspolitik in einer Ära, in der von einer Klima- und Umweltkrise gesprochen wird? Was ist eine radikale Klima- und Umweltpolitik, die zur Lösung der Umweltkrisen beiträgt, in einer Ära der hochindustrialisierten Produktion, der beschleunigten Automatisierung und Technisierung der Arbeit und des überreichlichen Konsums?
Antworten auf diese Fragen können wir geben, wenn wir über eine Demokratisierung gesellschaftlicher Arbeit nachdenken und aus diesem Nachdenken Schlussfolgerungen für unser politisches Handeln ziehen. Das bedeutet, dass es nicht reicht für bessere Klimapolitik zu streiken und an die Regierungen der Welt zu appellieren, um eine dauerhafte Verbesserung der weltweiten Entwicklung zu erreichen. Die anstehende Aufgabe besteht vielmehr im gewerkschaftlichen und sozialrevolutionären Kampf für eine Vergesellschaftung von Ressourcen und die Demokratisierungder Arbeit, Wirtschaft und der Natur.
Die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Uni-on (FAU) ruft deshalb dazu auf, Gewerkschaften als zukunftsorientierte und demokratisierende Organisationen der Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens zu erneuern. In den Gewerkschaften, als die Organisationen in denen die produzierendenund arbeitenden Menschen zusammenkommen (können), können wir die Pläne für eine ausbeutungsfreie, umweltschonende und zufriedenstellende Arbeit entwickeln. Gewerkschaften und basisdemokratisch verwaltete Kollektivbetriebe können die Organisationen sein, die den zentralen Beitrag in der Weltgesellschaft leisten, um zu verhindern, dass für die Anhäufung von Vermögen und Kapital und die blinde Steigerung des Konsums weiterhin auf Kostender Zukunft gearbeitet wird. Eine zukunfts-orientierte Bewegung, bestehend aus jungen Menschen (Fridays for future) und den arbeitenden Menschen, muss und kann die Zukunft der Welt zum Besseren wenden, wenn wir die basisdemokratische Planung der Arbeit als Instrument der notwendigen Transformation begreifen. Die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Bielefeld wird sich am Klimastreik am 20. September beteiligen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.