„Streik!“

am Schwarzen Freitag, 29.11., 20 Uhr zeigen wir
im FAU-Gewerkschaftslokal, Metzer Str. 20, Bielefeld, den Film

„Streik!“
Nach „Der Wert des Menschen“ hat das Duo Stéphane Brizé (Regie, Drehbuch) und Vincent Lindon (Hauptrolle) einen weiteren ähnlichen Film gedreht, der in Frankreich bereits im letzten Jahr in den Kinos lief, sodass schon zu befürchten war, dass der Film in Deutschland gar nicht gezeigt würde. Unter dem schlichten, ein wenig einfallslosen Titel „Streik“. Da ist der Originaltitel „En guerre“ (bzw. der internationale Titel „At War“) schon expliziter.
Worum geht es? Der Autozulieferer Perrin, oder vielmehr der deutsche Mutterkonzern Dimke, beschließt, das Werk im südwestfranzösischen Agen wegen mangelnder Konkurrenzfähigkeit zu schließen. 1100 Beschäftigte sollen arbeitslos werden, was in einer strukturschwachen Region bedeutet, dauerarbeitslos zu bleiben, nur noch prekäre Jobs zu finden oder wegzuziehen. Die Sache ist insofern höchst pikant, als der Betrieb im Vorjahr noch 17 Millionen Euro Gewinn gemacht hat und weil die Direktion mit den Gewerkschaften vor zwei Jahren ein Abkommen geschlossen hat:
die Beschäftigten arbeiten 40 statt 35 Wochenstunden für den gleichen Lohn und verzichten auf alle Prämien und erhalten im Gegenzug eine fünfjährige Beschäftigungsgarantie. Wie ein Gewerkschaftler vorrechnet, haben die Beschäftigten innerhalb von zwei Jahren auf nicht weniger als 14 Millionen Euro verzichtet, um ihren Arbeitsplatz zu retten. Natürlich ist die mangelnde Konkurrenzfähigkeit nur vorgeschoben, das Unternehmen erwirtschaftet einfach keine – in den Augen der Aktionäre – ausreichende Rendite.
Wenn du mehr wissen willst, komm vorbei und schau dir den Film an.
Streik. Originaltitel: En guerre. Regie und Drehbuch: Stéphane Brizé, FR 2018, 110 mn. Sprache:
französisch, Untertitel: englisch

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