100 Jahre FAUD

Interview mit Helge Döhring vom Institut für Syndikalismusforschung (SyFo)
[von FAU Kaiserslautern]

Siehst du heute Potential für die FAU, an Zeiten vor 1933 anzuknüpfen, oder sollte sie sich deiner Einschätzung nach auf andere Branchen oder Regionen konzentrieren?

Schon in den 1920/30er Jahren hatten syndikalistische Organisationen massive Probleme, den fortschreitenden wirtschaftlichen Rationalisierungen entgegenzutreten. Die Kapitalisten entließen massenweise revolutionäre Arbeiter. In den Großbetrieben blieben somit diejenigen übrig, die sich treu dem kapitalistischen System andienten. Das ist bis heute so geblieben. Dem Syndikalismus ist es nicht mehr gelungen, dort Fuß zu fassen, das Netz der zentralgewerkschaftlichen Sozialpartnerschaft schlang sich immer enger um sozialrevolutionäre Potenziale in den Betrieben. Betrachten wir diejenigen Branchen, in denen die Syndikalisten vor 1933 aktiv waren:

Von Industrieverlagerungen ins Ausland sind besonders betroffen; der Bergbau, die Textilindustrie und die Metallindustrie. Diese Bereiche sind somit in Deutschland schwer syndikalistisch zu organisieren. Von Rationalisierungen betroffen sind zwar alle Industrien. Am wenigsten noch der Baubereich, hier werden im Gegenteil, Scharen an Gastarbeitern angeworben.

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