Kampf um ausstehende Löhne in der Sicherheitsbranche – IP bittet um Spenden

Der Ausschuss für das Empfangs- und Sicherheitspersonal der OZZ IP hat keine leichte Aufgabe. Die Securitybranche in Polen erfreut sich bis heute einer Straffreiheit seitens des Innenministeriums, das jedem Dieb ohne zu zögern eine Konzession gewährt, sofern sich dieser als Unternehmer bezeichnet. Die Sicherheitsfirmen werden nicht selten von ehemaligen, hochrangigen Polizeibeamt:innen geleitet. Die Unternehmen mit dem schlechtesten Ruf, die illegale Standards anwenden, können mit großzügigen Verträgen rechnen, sowohl in elitären Privatobjekten als auch in Einrichtungen der Selbstverwaltung und des Staates. Die Nichtentlohnung geleisteter Arbeit ist in dieser Branche nur die Spitze des Eisbergs. Obwohl wir Tätigkeiten verrichten, welche die Definition von Arbeit vollkommen erfüllen, setzen die Chef:innen Müllverträge durch, vermittels derer sie uns das Recht auf bezahlten Urlaub und Krankengeld vorenthalten.

Dennoch entwickelt sich die Gewerkschaft und erzielt Erfolge. Von Oktober bis Januar lfd. J. hat der Ausschuss der OZZ IP für das Empfangs- und Sicherheitspersonal insgesamt schon 187.000 Złoty [41.263,42 €] an ausstehenden Löhnen von unehrlichen Chef:innen zur direkten Aushändigung an die Arbeiter:innen eingetrieben. Damit wurden ungefähr 14.000 Stunden unbezahlter Arbeit in privaten und öffentlichen Objekten in Warschau und anderen Städten vergütet – dank der Vereinigung der Arbeiter:innen in einem Ausschuss, einer solidarischen Einstellung und Protestbereitschaft.

Falls du den Kampf des Empfangs- und Sicherheitspersonals unterstützen willst, bitten wir um Spenden für die Tätigkeit des Ausschusses. Die gesammelten Gelder helfen bei der Erstellung und dem Druck gewerkschaftlichen Materials, ermöglichen die Inanspruchnahme von Rechtshilfe und die Initiierung von Notfallunterstützung für betrogene Arbeiter:innen in einer besonders schwierigen Lage.

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