Heraus zum 8. März! Feministischer Kampftag für eine solidarischere Welt

TREFFT UNS AB 17 UHR AUF DEM KESSELBRINK ODER STARTET MIT UNS GEMEINSAM AB 16:30 UHR VOM FAU-LOKAL IN DER METZER STR. 20!

Der 8. März ist der feministische Kampftag für eine solidarische Welt. Die FAU Bielefeld möchte deshalb am 8. März gemeinsam mit allen interessierten Menschen und Organisationen laut und deutlich zeigen und kundtun, dass wir nicht bloß kosmetische Verbesserungen für Frauen*/FLINTA (FLINTA = Frauen, Lesben, inter, nichtbinäre, trans und agender Personen) sondern die Abschaffung der Ausbeutung in der kapitalistischen Weltgesellschaft, die Demokratisierung und gleichmäßige Verteilung der Sorgearbeit sowie eine Sensibilisierung für vielfältige Lebensentwürfe fordern und erreichen wollen. Dieses Unterfangen kann nur gelingen, wenn wir Allianzen und Bündnisse bilden und die Verbundenheit diverser gesellschaftlicher Probleme und Kämpfe aufzeigen. So sind die besondere Belastung von Frauen* in der COVID-19-Pandemie, die weltweit ungleiche Verteilung von Lebensmitteln, Impfstoffen und Entwicklungschancen sowie die Verletzbarkeit durch globale Umweltprobleme und -risiken die Ergebnisse einer Weltgesellschaft der Klassen- und Geschlechtergegensätze. Dagegen wollen wir gemeinsam mit Euch mobilisieren und eine dauerhafte Zusammenarbeit auf die Beine stellen. Die COVID-19-Pandemie hat die Notwendigkeit der Verbindung emanzipatorischer und fortschrittlicher Kräfte verdeutlicht:

  • Insbesondere Frauen*/FLINTA[1] haben in abgewerteten, unterbezahlten, aber „systemrelevanten“ Berufen alles gegeben, ohne dafür wahrgenommen zu werden. Corona hat den Begriff „Systemrelevanz“ hervorgebracht und zumindest kurz haben alle hingesehen – auf total abgewertete Sorge- und Pflege-Arbeit und die Menschen, die sie machen – und applaudiert.
  • Frauen*/FLINTA werden aufgerieben zwischen Sorgearbeit und Existenzsicherung, persönlichen Abhängigkeiten und müssen als emotionale Puffer umso mehr Trost und Lust „spenden“, je länger die Pandemie andauert. Gewalt, Isolation und die stetige Liberalisierung des Kapitalismus bedrohen uns. Nicht Corona ist die Krise, sondern der patriarchale Kapitalismus.
  • Frauen*/FLINTA wollen nicht zurück zum überlasteten, abhängigen, prekären, armen Normalzustand. Die Tätigkeiten und Arbeiten, die für unser Zusammenleben wichtig sind, sollen gleichwertig und auf allen Schultern verteilt sein. Damit Hausarbeiten, Sorge und Pflege (von Beziehungen) von allen übernommen werden können, brauchen wir eine Verkürzung der Lohn-Arbeitszeit für alle.

Um einige Schritte in die Richtung der Demokratisierung und gleichmäßige Verteilung der Sorgearbeit sowie eine Sensibilisierung für vielfältige Lebensentwürfe zu gehen, reicht es jedoch nicht am 8. März gemeinsam unsere Ideen kundzutun. Vielmehr müssen wir kontinuierlich zusammenarbeiten, um die Eigentumsverhältnisse, die Arbeitsbedingungen und das gleichheitssensible Bewusstsein in der Weltgesellschaft zu stärken.

Lasst uns am 8. März 2021 dem Internationalen Feministischen Kampftag gemeinsam den Anfang machen!

Eure FAU Bielefeld

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