Kundgebung der FAU Bielefeld zum Worker´s Memorial Day

Bei Sonnenschein hielt die FAU Bielefeld ihre Kundgebung zum Worker`s Memorial Day auf dem Siegriedplatz ab. Neben einem Redebeitrag wurden Flyer und die brandneue Verteilzeitung der DIREKTEN AKTION unter die Leute gebracht. Der musikalische Beitrag, bestehend aus den Liedern „Die letzte Schlacht gewinnen wir“ und „Keine Macht für Niemand“ von den Scherben, hat zumindest eine Person dazu bewogen, das Tanzbein zu schwingen.

Folgend der Flyer-Text:

Der Toten gedenken – für die Lebenden kämpfen!

(Tödliche) Arbeitsunfälle werden von Kapitalisten immer noch und immer öfter leichtfertig für höhere Gewinne in Kauf genommen. Dagegen müssen wir uns wehren! Und wir wollen an diejenigen erinnern, die Anderen ihre Arbeit gaben und für deren Profite sterben mussten.

Weltweit erliegen jährlich rund 2,3 Millionen Frauen und Männer arbeitsbedingten Unfällen oder Krankheiten. Dies entspricht über 6000 Todesfällen pro Tag. Weltweit gibt es jährlich rund 340 Millionen Arbeitsunfälle und 160 Millionen Opfer arbeitsbedingter Krankheiten.

Deshalb wird am 28.4. alljährlich weltweit der
Workers´ Memorial Day begangen.

Das kennen wir alle und es gehört zum Job: Stress auf der Arbeit, ab und zu länger machen oder krank sein und trotzdem nicht zu Hause bleiben. Und das ist noch nicht mal alles.

Denn ob Vollzeit oder Teilzeit, ob im Praktikum oder fest angestellt, von gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen können alle betroffen sein: Arbeitsunfälle wegen fehlender Schutzausrüstung, Burnout aufgrund von Leistungsdruck und Stress, Verletzungen durch unsichere Montagehilfen, Verschleißerscheinungen im Körper oder Schlaflosigkeit durch zu wenig Urlaub und fehlende Pausen. Egal ob auf dem Bau oder im Büro, im Betrieb oder im Studium: Wir alle haben mit solchen Problemen zu kämpfen. Aber warum?

Die Ursache für derartige Arbeitsbedingungen liegt im Profitstreben, wie es dem kapitalistischen System eigen ist. Gesundheit und Wohlergehen der Arbeitnehmer:innen bleiben dabei aus Kostengründen auf der Strecke. Das gehört nun mal zum Job – aber muss es das? Natürlich nicht!

Denn gegen krankmachende Arbeitsverhältnisse muss vorgegangen werden. Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass auf die Betriebe selbst und staatliche Behörden selten Verlass ist, da Vorschriften häufig bewusst von allen Seiten ignoriert werden. Wirklich nachhaltige Veränderungen können deshalb nur durch uns Arbeiter:innen selbst errungen werden. Denn nur wir wissen, was gut für uns ist!

 

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