Hammerharte Tatsachen bei der Hammer Mühle

Für die FREIE ARBEITER:INNEN UNION Bielefeld war es manches mal eine Wohltat: nach hitzigen Arbeitstreffen noch gemeinsam ein kühles Getränk unter den Platanen in einen von Bielefelds schönsten Biergärten zu genießen: draußen, im Schatten unter den Platanen, neben der Hammer Mühle. Nun wurden am 11.11.2021 in den frühen Morgenstunden Tatsachen geschaffen, indem der Neubesitzer des Hauses an der Mühlenstraße 54 eine drohende Verfügung gegen einen Abriss aus Gründen des Denkmalschutzes zuvor kam, indem eben dieser (Teil-)Abriss quasi in einer Nacht-und-Nebel-Aktion vollzogen wurde.

Gut, man könnte sagen, ein Besitzer könne schließlich mit seinem Eigentum machen, was er wolle, oder? Doch genau an diesem Knackpunkt liegt nach unserer Auffassung der Hase im berühmten Pfeffer. Wem gehört das Viertel, die Stadt, die Welt? Sollten die Menschen im Viertel nicht über die Ausgestaltung ihrer Nachbarschaft mitreden dürfen oder gar mitentscheiden müssen? Genau dies geschah ja mit einer Petition für den Erhalt der Mühle.

Doch in einer Gesellschaft, in der das Privateigentum an Häusern und Produktionsmitteln als unantastbares Gut und höchste Instanz gilt, ist ein gemeinsamer Kampf um die Interessen vieler leider oftmals wie der vielzitierte Kampf gegen Windmühlen.

Solidarität mit der Hammer Mühle

Die Gewerkschafter:innen der FAU Bielefeld haben die Nase gestrichen voll davon, immer wieder aufs Neue vor vollendete, dem Markt und dem Profit geschuldete Tatsachen gestellt zu werden. Wir kämpfen gemeinsam und solidarisch um das, was uns zusteht, nicht nur um ausstehende Löhne, gegen zu hohe Mieten, auch um einen geselligen Platz, um uns nach Feierabend zu treffen. Wir wollen die Entscheidungen, die unser Leben und unsere Umwelt betreffen, selber treffen, gerne mit allen Menschen aus dem Viertel, aus Bielefeld, aus OWL und darüber hinaus. Unsere Erfahrung sagt uns, das wir nur etwas bekommen, wenn wir dafür kämpfen. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

FREIE ARBEITER:INNEN UNION BIELEFELD

Ein Gedanke zu „Hammerharte Tatsachen bei der Hammer Mühle

  1. Der Investor sollte unbedingt dazu verpflichtet werden, die in böswilliger Weise beschädigte Hammer Mühle fachgerecht zu reparieren und als Denkmal zu restaurieren.

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