AG BILDUNG

Wir wollen das Konzept einer kämpferischen Bildungsgewerkschaft wieder beleben, was in anderen Ländern längst Realität ist. Wir erhoffen uns, dadurch eine kontinuierliche Organisation zu schaffen, die Erfahrungen vergangener Kämpfe weitergibt und dauerhaft Einfluss auf den Arbeits- und Bildungsalltag nimmt. Leistungsdruck und Selektion bestimmen den Bildungsalltag. Die Ökonomisierung des Bildungsbereichs hat für viele Menschen miese Arbeits- und Studienbedingungen zur Folge.Doch weder die Interessenvertretungen der unterschiedlichen Statusgruppen noch Bildungsproteste konnten diesen Problemen bisher etwas entgegensetzen.

Die bestehenden gewerkschaftlichen und politischen Ansätze an der Hochschule halten wir nicht für ausreichend, um die Probleme von Angestellten und Hochschulangehörigen umfassend in Angriff zu nehmen. Insbesondere fordern wir:

– die Entscheidungsstrukturen an der Hochschule so zu verändern, dass alle Status-gruppen entsprechend ihrer realen Größe mitbestimmen und ihre Interessen geltend machen können

– reguläre Beschäftigungsverhältnisse und unbefristete Arbeitsverträge, da auch im Wissenschaftsbereich immer mehr Menschen in prekärer Selbständigkeit oder be-fristeten Teilzeitstellen gefangen sind

– keine Arbeit ohne Lohn! Praktika und Probearbeitszeiten werden häufig als Teil der Ausbildung verkauft, als Chance, etwas zu lernen – oft handelt es sich aber schlicht um Arbeit, die bezahlt werden müsste

– eine Ausfinanzierung der universitären Lehre! Ihre Finanzierung muss sich nach konkret vorhandenen Studierenden richten, nicht nach abstrakten Studienplatzzahlen. Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen leiden unter der ständigen Befristungspraxis, die eine mittel- oder langfristige Lebensplanung unmöglich macht.

Wenn Du auch Interesse daran hast, kannst Du uns direkt ansprechen, eine E-Mail senden oder einfach zu einem unserer Treffen im Gewerkschaftslokal kommen.

Treffen der AG: jeden Montag in den geraden Kalenderwochen um 18.30 Uhr im FAU-Lokal