ANARCHISTISCHES FORUM OWL

ANARCHISTISCHE KLASSIKERmalatesta-quote-2

Das Anarchistische Forum OWL lädt jede*n Interessierten zu den anarchistischen
Klassikern ein.
                                                   
                                                   
                                                      Mittwoch                                                    
                                                     14.12.2016                                                      
                                                        18 Uhr
.
Anarchistische Klassiker ist eine neue Reihe in der einige Anarchist*innen
und ihre Texte vorgestellt werden.
Beginnen wollen wir an diesem Tag mit Errico Malatesta, der die Erste Internationale
von ihrem Beginn bis zu ihrem Untergang erlebte, sich an der anarchistischen
Konferenz mit u.a. Emma Goldman und Rudolf Rocker beteiligte sich mit Polizei und
Soldaten Schießereien lieferte, seine akademische Ausbildung schmiss und als
einfacher Arbeiter in London lebte, bis er nach Italien zurückkehrte wo er ab 1923
unter Bewachung stand und in seiner Wohnung interniert wurde.
„[…] Wie mir ein Polizist der Eskorte sagte, haben sie die Anweisung, mich zwar
nicht zu belästigen, aber niemals aus den Augen zu verlieren, selbst wenn sie dazu
das Hausrecht verletzen oder andere Gesetzwidrigkeiten begehen müßten.[…]“
-Errico Malatesta an Randolfo Vella, Rom, 16. Februar 1927, aus „Errico Malatesta ,
Ungeschriebene Autografie“ Seite 183
Gemeinsam wollen erst seine Biografie und einige seiner Texte vorstellen und am
Schluss eine Diskussion führen.
Für Essen und Getränke ist gesorgt.

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imagesafowl[at]riseup.net

Fragen, Kritik, Anregungen, Newsletter, …

(auch bei FB*)

                                                     UNSERE ZEITSCHRIFT:

                                                         https://conaction.noblogs.org/

 

 

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Das AFOWL unterstützte diese Veranstaltung und tauchte auch auf den Werbeplakaten auf:

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SKANDAL: ANARCHISTISCHE GRUPPE WIRBT ZUSAMMEN MIT EINER PARTEI UND EINEM BUNDESMINISTERIUM FÜR EINE VERANSTALTUNG (dpA)

LEIDER HABEN WIR UNS IM VORFELD ZUWENIG MIT DEN MITVERANSTALTER*INNEN AUSEINANDERGESETZT. IM NACH HINEIN
IST ES LOGISCH, DASS z.B. DAS WELTHAUS BIELEFELD GELDER VOM BUND ERHÄLT, DASS WAR UNS IM VORFELD ABER NICHT KLAR.
DESHALB FOLGEND EINE STELLUNGNAHME:

STELLUNGNAHME DES ANARCHISTISCHEN FORUM OWL

 

Am 10. September waren Genoss*innen des AFOWL mit einem Bücherstand beilf-action „BIELEFELD GELDFREI – ER – LEBEN“ auf dem Siegfriedsplatz dabei und es hat uns allenviel Freude bereitet.
Aufzuzeigen wie viele Möglichkeiten es gibt, fernab von Profitinteressen zusammen etwas auf die Beine zu stellen – das ist ein passendes Thema für eine anarchistische Gruppe. Auch die Planung dieser Veranstaltung konnten wir unterstützen.

Als das AFOWL angefragt wurde, sich ebenfalls beim „SHARING AM OBERSEE“ zu beteiligen und auch als Mitveranstalter auf den Plakaten aufzutauchen, haben wir nicht lange überlegt, sondern die Möglichkeit, anarchistische Prinzipien unter die Menschen zu bringen beim Schopf ergriffen.

Leider wäre eine längere Bedenkzeit besser gewesen, denn nun taucht das AFOWL zusammen mit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und dem BUNDESMINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFTLICHE ZUSAMMENARBEIT UND ENTWICKLUNG auf ein und demselben Plakat auf: ein Umstand, der widersprüchlich zu unserem Selbstverständis steht!

Wir distanzieren uns hiermit von jeglichen Parteien und Organen jedweder Regierung, die ihre Öffentlichkeitsarbeit zum aufpolieren ihres Rufes betreiben, um letzten Endes nur für ein Weiterbestehen der HERRschaftlichen Zustände zu stehen und sie zu zementieren.

Wir sind gegen jede Form der Herrschaft von Menschen über andere Menschen*, auch Stellvertreterpolitik/Parlamentarismus gehört dazu und ist mit unseren Grundsätzen nicht vereinbar!

Zu guter Letzt wollen wir dennoch betonen, dass wir uns nicht gegen die Veranstaltung an sich stellen. Es wird auch einen Bücherstand von uns geben, wir finden es nur immens wichtig, dass unser Standpunkt zu unseren „Bündnispartnern“ klar ersichtlich ist.
*auch die Herrschaft über nicht-menschliche Lebewesen erteilen wir eine Absage, das weiter auszuführen werden wir gerne an anderer Stelle aufgreifen.


VIELEN DANK AN DIE GENOSS*INNEN DER FAU BIELEFELD, DIE UNS PLATZ AUF IHRER HP ZUR VERFÜGUNG STELLEN, BIS WIR WIEDER MIT UNSERER EIGENEN HP AUF SENDUNG GEHEN.


*Ein unterstützendes „Medium“, dessen Infrastruktur wir mit einem weinenden und einem halbwegs lächelnden Auge nutzen, um „möglichst vielen“ Menschen unsere HP und damit unsere Ideen näher zu bringen… so war der Grundtenor in unserer Gruppe in Bezug auf FB; mit Bauchschmerzen verschiedenster Ausprägung und ständiger „In-Frage-Stellung“, ob diese Strukturen hier nicht zu sehr im Widerspruch zu uns stehen…*

Zum Abschluss noch ein paar Worte der FÖDERATION DEUTSCHSPRACHIGER ANARCHIST*INNEN zu diesem Thema:

Wir haben uns vor einiger Zeit dazu entschlossen, Facebook zu nutzen. Wir wissen, dass es viele Probleme und Kritik, vor allem an Facebooks Umgang mit persönlichen Daten, gibt. Wir haben uns nach zahlreichen Diskussionen und Auseinandersetzungen mit der Thematik jedoch für eine Weiternutzung Facebooks entschieden, weil diese Plattform auch viele Vorteile, wie z.B. die enorme Reichweite und die gleichzeitige Dynamik, die ein Posting entwickeln kann, bietet.

Wir appellieren an dieser Stelle jedoch an den*die Nutzer*in, Facebook kritisch zu nutzen und das eigene Verhalten auf dieser Plattform kritisch zu hinterfragen. Alle Postings unserer Facebook-Seite sind auch ohne Registrierung einzusehen. Überlegt euch genau, ob ihr euren (Klarnamen-)Account durch ein „Like“ mit einer linksradikalen Gruppe „verbinden“ wollt, oder ob ihr für „politische Aktivitäten“ auf Facebook lieber einen ansatzweise „anonymen“ Account einrichtet.