FAU-Café

Das FAU-Café ist offen für alle, die mit Problemen in Betrieb und Amt zu kämpfen haben. Dies betrifft z.B. ausstehende Löhne, Schikanen oder Kündigungen.
Wir entwickeln Strategien, wie wir gemeinsam Deine persönliche Situation im Betrieb oder beim Amt verbessern und Forderungen gewerkschaftlich durchsetzen können.
Das FAU-Café ist auch eine Einladung an Menschen, die miteinander reden, sich austauschen wollen, über das Berufliche hinaus. Was gibt es sonst noch in Leben, im Haus, im Stadtteil, in der Welt? Oder einfach da sein, reden, schweigen, was trinken, in den Büchern stöbern oder…
Komm rein und schau dich um!

 

FAU als Schwerpunkt in „contraste -zeitungfürselbstorganisation“

„Kann eine Gewerkschaft als basisdemokratische Organisation ohne bezahlte Funktionäre in der Bundesrepublik funktionieren? Diese Frage versucht die anarchosyndikalistische FAU (Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union) seit Jahrzehnten positiv zu beantworten. In den letzten Jahren konnten zunehmend erfolgreiche Kämpfe geführt und Mitglieder gewonnen werden.“

Aus der Einleitung zum Themenschwerpunkt FAU in der Juni-Ausgabe.

MEHR INFOS

[INTERNATIONALES / POLEN] Vergleich vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Sachen gewerkschaftliches Betätigungsverbot

Die Inicjatywa Pracownicza bekommt im Rahmen eines vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg geschlossenen Vergleichs von der Regierung der Republik Polen 12.000 Euro. Der Vergleich beendet ein sechsjähriges Verfahren, in dem unsere Gewerkschaft dem polnischen Staat die Einschränkung der Meinungsfreiheit und des Rechts auf Vereinigung und auf Gründung von Gewerkschaften vorgeworfen hat.

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[INTERNATIONALES] Die Kranführer*innen aus Warschau und Masowien sagen: Schluss mit den Niedriglöhnen!

Seit dem 19. April protestieren Kranführer*innen in Warschau für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne; in der Folge schlossen sich Kolleg*innen aus weiteren Städten an

„Am 19. April begann der Protest der Kranführer*innen aus der Woiwodschaft Masowien. Die Protestierenden fordern den Abschluss einer Vereinbarung zur Regelung der Beschäftigungsbedingungen und der Löhne in der Baubranche. Ungefähr 1/4 der Kranführer*innen in Warschau (d. h. 50 Personen) unterschrieb einen Aufruf, der die Forderungen des Warschauer Betriebsübergreifenden Bauausschusses der IP unterstützt [s. u.], und protestiert in Form von Urlaub auf Verlangen, Arbeitsverweigerung oder der Teilnahme an Streikposten vor den Büros der wichtigsten Firmen-Eigentümer*innen von Kränen (Herkules, Layster Group, Trinac Polska). Sowohl die Firmen-Eigentümer*innen der Kräne, als auch die Vermittler*innen, die für die Beschäftigung der Kranführer*innen verantwortlich sind, erhielten Schreiben, die die Aufnahme von Verhandlungen über eine Vereinbarung zur Regelung der Arbeitsbedingungen und der Entlohnung in der Baubranche forderten. Falls sie unbeantwortet bleiben, werden in den kommenden Tagen weitere Protestaktionen stattfinden.

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Kundgebung der FAU Bielefeld zum Worker´s Memorial Day

Bei Sonnenschein hielt die FAU Bielefeld ihre Kundgebung zum Worker`s Memorial Day auf dem Siegriedplatz ab. Neben einem Redebeitrag wurden Flyer und die brandneue Verteilzeitung der DIREKTEN AKTION unter die Leute gebracht. Der musikalische Beitrag, bestehend aus den Liedern „Die letzte Schlacht gewinnen wir“ und „Keine Macht für Niemand“ von den Scherben, hat zumindest eine Person dazu bewogen, das Tanzbein zu schwingen.

Folgend der Flyer-Text:

Der Toten gedenken – für die Lebenden kämpfen!

(Tödliche) Arbeitsunfälle werden von Kapitalisten immer noch und immer öfter leichtfertig für höhere Gewinne in Kauf genommen. Dagegen müssen wir uns wehren! Und wir wollen an diejenigen erinnern, die Anderen ihre Arbeit gaben und für deren Profite sterben mussten.

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Heraus zum 8. März! Feministischer Kampftag für eine solidarischere Welt

TREFFT UNS AB 17 UHR AUF DEM KESSELBRINK ODER STARTET MIT UNS GEMEINSAM AB 16:30 UHR VOM FAU-LOKAL IN DER METZER STR. 20!

Der 8. März ist der feministische Kampftag für eine solidarische Welt. Die FAU Bielefeld möchte deshalb am 8. März gemeinsam mit allen interessierten Menschen und Organisationen laut und deutlich zeigen und kundtun, dass wir nicht bloß kosmetische Verbesserungen für Frauen*/FLINTA (FLINTA = Frauen, Lesben, inter, nichtbinäre, trans und agender Personen) sondern die Abschaffung der Ausbeutung in der kapitalistischen Weltgesellschaft, die Demokratisierung und gleichmäßige Verteilung der Sorgearbeit sowie eine Sensibilisierung für vielfältige Lebensentwürfe fordern und erreichen wollen. Dieses Unterfangen kann nur gelingen, wenn wir Allianzen und Bündnisse bilden und die Verbundenheit diverser gesellschaftlicher Probleme und Kämpfe aufzeigen. So sind die besondere Belastung von Frauen* in der COVID-19-Pandemie, die weltweit ungleiche Verteilung von Lebensmitteln, Impfstoffen und Entwicklungschancen sowie die Verletzbarkeit durch globale Umweltprobleme und -risiken die Ergebnisse einer Weltgesellschaft der Klassen- und Geschlechtergegensätze. Dagegen wollen wir gemeinsam mit Euch mobilisieren und eine dauerhafte Zusammenarbeit auf die Beine stellen. Die COVID-19-Pandemie hat die Notwendigkeit der Verbindung emanzipatorischer und fortschrittlicher Kräfte verdeutlicht:

  • Insbesondere Frauen*/FLINTA[1] haben in abgewerteten, unterbezahlten, aber „systemrelevanten“ Berufen alles gegeben, ohne dafür wahrgenommen zu werden. Corona hat den Begriff „Systemrelevanz“ hervorgebracht und zumindest kurz haben alle hingesehen – auf total abgewertete Sorge- und Pflege-Arbeit und die Menschen, die sie machen – und applaudiert.
  • Frauen*/FLINTA werden aufgerieben zwischen Sorgearbeit und Existenzsicherung, persönlichen Abhängigkeiten und müssen als emotionale Puffer umso mehr Trost und Lust „spenden“, je länger die Pandemie andauert. Gewalt, Isolation und die stetige Liberalisierung des Kapitalismus bedrohen uns. Nicht Corona ist die Krise, sondern der patriarchale Kapitalismus.
  • Frauen*/FLINTA wollen nicht zurück zum überlasteten, abhängigen, prekären, armen Normalzustand. Die Tätigkeiten und Arbeiten, die für unser Zusammenleben wichtig sind, sollen gleichwertig und auf allen Schultern verteilt sein. Damit Hausarbeiten, Sorge und Pflege (von Beziehungen) von allen übernommen werden können, brauchen wir eine Verkürzung der Lohn-Arbeitszeit für alle.

Um einige Schritte in die Richtung der Demokratisierung und gleichmäßige Verteilung der Sorgearbeit sowie eine Sensibilisierung für vielfältige Lebensentwürfe zu gehen, reicht es jedoch nicht am 8. März gemeinsam unsere Ideen kundzutun. Vielmehr müssen wir kontinuierlich zusammenarbeiten, um die Eigentumsverhältnisse, die Arbeitsbedingungen und das gleichheitssensible Bewusstsein in der Weltgesellschaft zu stärken.

Lasst uns am 8. März 2021 dem Internationalen Feministischen Kampftag gemeinsam den Anfang machen!

Eure FAU Bielefeld

Kampf um ausstehende Löhne in der Sicherheitsbranche – IP bittet um Spenden

Der Ausschuss für das Empfangs- und Sicherheitspersonal der OZZ IP hat keine leichte Aufgabe. Die Securitybranche in Polen erfreut sich bis heute einer Straffreiheit seitens des Innenministeriums, das jedem Dieb ohne zu zögern eine Konzession gewährt, sofern sich dieser als Unternehmer bezeichnet. Die Sicherheitsfirmen werden nicht selten von ehemaligen, hochrangigen Polizeibeamt:innen geleitet. Die Unternehmen mit dem schlechtesten Ruf, die illegale Standards anwenden, können mit großzügigen Verträgen rechnen, sowohl in elitären Privatobjekten als auch in Einrichtungen der Selbstverwaltung und des Staates. Die Nichtentlohnung geleisteter Arbeit ist in dieser Branche nur die Spitze des Eisbergs. Obwohl wir Tätigkeiten verrichten, welche die Definition von Arbeit vollkommen erfüllen, setzen die Chef:innen Müllverträge durch, vermittels derer sie uns das Recht auf bezahlten Urlaub und Krankengeld vorenthalten.

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[AUS DER DA] Build the Base – Build the Union

Die Erinnerung eines Wobblies an den Wiederaufbau des Syndikats in Richmond (Virginia)

Im Sommer 2017 zog ich mit meiner jetzigen Frau und Fellow Worker nach Richmond. Sofort nachdem wir ankamen und begannen die örtlichen Linken zu treffen, erfuhren wir, dass das Richmonder Syndikat der IWW nicht mehr bestand. Ich hatte das Gefühl, dass das nicht ganz zutreffen könnte, immerhin waren die Social-Media Accounts noch aktiv – wenn auch nicht arg. Allerdings gelang es mir trotz beharrlicher Kontaktaufnahmeversuche weder über Social-Media, noch per Mail, Kontakt aufnehmen. Bis ich schließlich zu einem Event in der Stadt ein IWW T-Shirt anzog. Prompt wurde ich von jemanden angesprochen, der sich als ein Fellow Worker vorstellte. Er versprach, mich mit weiteren IWW-Mitgliedern in Kontakt zu bringen.


 

[Internationales] Ferien für die Chefs auf Kosten unbezahlter Arbeit in Warschau? Gebt uns unseren Lohn!

Kundgebung vor der Stadtverwaltung in Poznań (23.11.2018): „Zuerst die Menschen – dann die Profite. Es reicht mit dem Bruch der Arbeiter*innenrechte.“

24. Juli 2020/Masowien

Der Kampf des Warschauer Sicherheitspersonals geht weiter. Sie informieren uns über den nächsten Betrug seitens ihrer Chefs. Die Gesamtsumme nicht gezahlter Gehälter und unbezahlter Arbeitsstunden nimmt zu. Bis heute wurden uns für den Zeitraum seit September 2019 insgesamt 3 748 nicht vergütete Stunden und fast 50 000 Złoty [umgerechnet ca. 11 341 Euro] an nicht gezahlten Löhnen gemeldet, die auf das Konto der miteinander verbundenen Vorstände der auf Warschauer Gebiet tätigen Securityfirmen gehen. Das ist die Spitze des Eisbergs, und wir warten auf die nächsten Anzeigen. Nur gemeinsam können wir mit der endgültigen Überwindung der Betrüger rechnen.


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[FAU Bern] Schwarzi Chatz #65 – Juli-August-Ausgabe erschienen

Aus dem Inhalt:

Weg mit der Arbeit auf Abruf

Die Corona-Pandemie hatte verheerende Folgen für einige Arbeiter*innen. Dabei verschärfte die Krise nur bereits bestehende Probleme. Eines davon ist und war die Arbeit auf Abruf. Die Ausweitung der Kurzarbeit auf diese Arbeitsform zeigte erstmals auf, wie viele Menschen prekär beschäftigt sind: Das Seco geht von 200‘000 Arbeiter*innen aus. Null-Stunden-Verträge müssen aufhören. Aktion am 29. August in Bern.


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