Demo 21.07.2018: Seebrücke – Schafft sichere Häfen! Seenotrettung ist kein Verbrechen!

Aufruf: Seenotrettung ist kein Verbrechen!

Jeden Tag, auch jetzt im Moment, sind Boote auf dem Mittelmeer Richtung Europa unterwegs. Viele geraten in Seenot. Aber die Menschen in den Booten, die vor Krieg, Verfolgung, Vergewaltigung, Versklavung oder Hunger fliehen, werden keine Hilfe erhalten. Über 600 Menschen sind allein im Juni ertrunken, weil Italien, Malta und die anderen EU-Staaten die Schiffe der Rettungsorganisationen am Auslaufen hindern und die Crews kriminalisieren. So geht das Sterben im Mittelmeer immer weiter. Es sterben hunderte Menschen auf dem Weg nach Europa. Das ist eine unfassbare humanitäre Katastrophe, die verhindert werden muss. Wir wollen genau das Gegenteil: Nicht weniger Rettung, sondern viel mehr!

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Neue Ausgabe der conⒶction erschienen

Die aktuelle Ausgabe der conⒶction gibt es ab sofort zum freien Download hier:

conⒶction Nr. 13

Die conⒶction ist eine Publikation des AFOWL.
Ziel ist es eine libertäre Sichtweise der Gescheh-nisse in OWL und darüber hinaus zu bieten.

Die conⒶction versteht sich als Sprachrohr aller Anarchist_Innen, weshalb Gastartikel erwünscht sind

 


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[25. Juni 2018] FAU Bielefeld: Teilnahme am CSD und am Siggi-Fest

Die FAU Bielefeld und die Genoss*innen des Anarchistischen Forums OWL waren mal wieder in der Bielefelder Öffentlichkeit durch Info- und Kaffestände wahrnehmbar. Wir beteiligten uns an den zwei größeren Festen auf dem Siegfriedplatz: Christopher Street Day (CSD) (16.06.) und Stadtteilfest der Bürgerwache (24.06.).

Am 16. Juni waren wir beim diesjährigen Christopher Street Day (CSD) auf dem Siggi vertreten. Der CSD ist ein Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und deren Unterstützer*innen. Mit einem Info- und Kaffeestand waren wir beim CSD-Straßenfest auf dem Siegfriedplatz präsent. Bei guten Gesprächen konnten wir unsere Materialien an die Gäste verteilen, gemeinsam Kaffee trinken und über unsere Ziele diskutieren.

Acht Tage später waren wir erneut mit einem Info-, Kaffee- und Verkaufsstand beim Stadtteilfest der Bürgerwache auf dem Siggi vertreten. Neben Kaffee und Keksen zum Essen und Trinken am Stand boten wir Bücher, Kaffee (Café Libertad, Störtebeker, Las Chonas), Wein (verano acrato) und Bio-Reinigungsmittel des selbstverwalteten Betriebes vio.me (Griechenland) zum Kauf an.

Zahlreiche Gäste besuchten unseren Stand und wollten wissen, was wir gerade tun und welche Inhalte und Ziele wir vertreten.

Insgesamt hat es sich gelohnt, an den beiden Veranstaltungen teilzunehmen, da wir unsere Aktivitäten in Bielefeld bekannter machen konnten.

Eure FAU Bielefeld

[13. Juni 2018] Alternative Metallgewerkschaften in Cadiz: Nach drei Toten im Mai Streik für mehr Sicherheit – gegen Prekarität

Die Metallindustriecadiz_metallstreikplakat im andalusischen Cadiz – das sind vor allem zahlreiche Zulieferbetriebe für die Werften der Region. Wo sich Empörung, Wut und Trauer explosiv Bahn gebrochen haben, als Ende Mai der dritte Metallarbeiter in einem Monat auf der Arbeit sterben musste. Wurde schon an diesen Tagen nicht mehr gearbeitet, so haben jetzt die alternativen und regionalen Gewerkschaften, vereint in der regionalen Metallkoordination und gemeinsam mehrheitlich, zu einem eintägigen Proteststreik am 13. Juni 2018 aufgerufen, für mehr Arbeitssicherheit und gegen die verschiedenen Formen prekärer Beschäftigung, die nachgewiesenermaßen das Risiko deutlich erhöhen, Schäden davon zu tragen.  Auch die größeren Gewerkschaften leisteten „ihren Beitrag“: Die CCOO durch die Eröffnung eines Ausschlussverfahrens gegen einen der Koordinatoren des regionalen Zusammenschlusses… Zum Kampf um Arbeitssicherheit in der andalusischen Metallindustrie vier aktuelle Beiträge:

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[Pressemitteilung] Gesetzliche Mindeststandards und angemessene Bezahlung – Blumen Wolf, was ist daran so schwer?

1. Juni 2018, Allgemeines Syndikat Hannover

Kundgebung am Samstag, den 2. Juni um 14 Uhr, auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs

Die Basisgewerkschaft FAU Hannover ruft für Samstag, den 2. Juni um 14 Uhr zu einer Kundgebung für bessere Arbeitsbedingungen im Blumengeschäft Blumen Wolf auf. Während sich der Unternehmer Gesprächsangeboten der Basisgewerkschaft verweigert, fordert die organisierte Belegschaft die Einhaltung von gesetzlichen Mindeststandards, mehr Personal und eine angemessene Bezahlung.
Seit Anfang dieses Jahres befindet sich die FAU Hannover in einem Arbeitskonflikt mit dem Unternehmer Karl Heinz Wolf, der in Hannover vier Filialen seines Blumenladens betreibt. Drei Filialen befinden sich im Hauptbahnhof Hannover, womit Blumen Wolf dort der einzige Blumenhändler vor Ort ist. Mit Hilfe der FAU pochten die Beschäftigten zunächst auf die Wahrung ihrer grundlegenden Arbeits- und Persönlichkeitsrechte. Regelmäßig wird bei Blumen Wolf die gesetzliche Höchstarbeitszeit von 10 Stunden überschritten, es gibt oftmals keine Möglichkeit, Pausen zu machen und die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit zwischen Spät- und Frühschicht wird vielfach nicht eingehalten. Die Landesdatenschutzbehörde hat derweil ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen verbotener Kameraüberwachung gegen Wolf eingeleitet.
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AUS DER DA: Erfolge basisgewerkschaftlicher Kämpfe an Hochschulen

An Universitäten bilden sich vermehrt organisierte Proteste gegen die zunehmend prekären Arbeitsbedingungen.


Die Universitätsbetriebe sind gezwungen, die fehlende Ausfinanzierung durch den Staat in Form eigener Sparprogramme auf dem Rücken der Studierenden und Arbeiter*innen auszutragen. In Berlin, Jena und Frankfurt wehren sich diese in der FAU und unter_bau und können erste Erfolge vorweisen. Am 17. November 2018 soll sich auf einer basisgewerkschaftlichen Tagung in Jena darüber ausgetauscht werden.


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VERANSTALTUNG: KENN DEIN RECHT IM MINIJOB

                14.06.2018
                   19 Uhr
                FAU-Lokal

Menschen im Minijob werden schlechter bezahlt, können weniger an betrieblich-beruflicher Weiterbildung teilnehmen, bekommen häufiger kein Kranken- und Urlaubsgeld als Vollzeitbeschäftigte und müssen flexibel auf Arbeitszeiten warten, ohne bezahlt zu werden. Angesichts dieser Risiken, die mit Minijobs und geringfügiger Beschäftigung einhergehen, wollen wir im direkten Austausch Interessierte und Betroffene ansprechen, die mehr über eigene Rechte als Minijobbende erfahren, ihre Erfahrungen teilen und Handlungsmöglichkeiten ausloten wollen.


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Gründung der Internationalen Arbeiter*innen Konföderation (IAK) in Parma

Am 13. Mai 2018 wurde unter minutenlangem Applaus die Gründung der internationalen Gewerkschaftskonföderation IAK in Parma (Italien) vollzogen. Delegierte aus sieben Ländern hatten sich drei Tage über Statuten und Arbeitsschwerpunkte verständigt, um dem globalisierten Kapitalismus und den autoritären Entwicklungen in Europa und den Amerikas endlich eine kämpferische Internationale syndikalistischer Gewerkschaften entgegenzustellen.


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20 Jahre iGZ – Kein Grund zu Feiern

Demonstration in Münster am Donnerstag, 17.05, 13 Uhr

Leiharbeit wurde unter dem Vorwand eingeführt, bei Produktionsspitzen
ausnahmsweise Arbeitskräfte ausleihen zu können. Diese Ausnahme ist zur
Regel geworden. Noch nie gab es so viel Leiharbeit wie heute. Nach einer
Anstellung von 9 Monaten in einem Unternehmen steht einem Leiharbeiter
der gleiche Lohn wie einem Stammbeschäftigten zu. Hier wurde nicht nur
für Ausnahmeregelungen gesorgt, in der Praxis werden die Leiharbeiter
oft vor Ablauf der 9 Monate entlassen. Für viele heißt es: „Einmal
Leiharbeiter, immer Leiharbeiter!“. Selbst mit gleicher Bezahlung
bleiben Leiharbeiter Beschäftigte zweiter Klasse. Leiharbeiter sind
flexible Manövriermasse der Wirtschaft. Das Leben ist für den
Betroffenen schwer planbar. Leiharbeit bedeutet eine Spaltung der
Belegschaften.

Die Interessen der Arbeiter sind denen des Interessenverbandes Deutscher
Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) entgegengesetzt! Stammarbeiter sind ebenso
gegen eine Spaltung der Belegschaften, wie die Leiharbeiter. Niemand
soll unter prekären Bedingungen beschäftigt sein!

Ein Unternehmer hat direkt mit einem Arbeiter einen Arbeitsvertrag zu
schließen, wenn er dessen Arbeitskraft braucht. Zwischenhändler für
Arbeitskraft bezeichnen wir als Sklavenhändler. Menschen verleiht man nicht!

Den Betroffenen ist nicht zum Feiern zumute, wenn der Bundesverband der
Sklavenhändler sich zu seinem 20. Geburtstag in der Halle Münsterland im
Messe- und Congresscentrum Münster trifft.

Wir wollen diese entwürdigende Form der Arbeit beendet sehen und
fordern ein sofortiges Verbot der Arbeitnehmerüberlassung. Leiharbeit
kann man nicht „fair gestalten“, sie muss weg!

Der Protest gegen Leiharbeit
am 17.5. in Münster 13°° vor dem Messe- und Congress Centrum,
Halle Münsterland, wurde von Betroffenen organisiert. Schließt euch der
Protestaktion an!

Die Aktion wird unterstützt von:
IGL (Interessengemeinschaft der Leiharbeiter)
chefduzen.de (Forum der Ausgebeuteten)
FAU Münsterland (Basisgewerkschaft)
LEIHKEULE (Leiharbeiter Kollegenzeitung)