EINKAUFSTIPP // Vio.Me: Reinigungsmittel aus selbstverwalteter Herstellung

Einkaufstipp


Die Vio.Me-Produkte (auch bekannt als: Bio.Me) werden in einer besetzten Fabrik in Thessaloniki, Griechenland, hergestellt. 2011 wurde die damalige Baustoff-Fabrik vom ursprünglichen Besitzer verlassen. Ab Mai 2011 erhielten die Arbeiter*innen keine Löhne mehr. Sie entschieden sich die Fabrik zu besetzen und selbstverwaltet zu betreiben. Im Februar 2013 wurde die Produktion wieder aufgenommen, allerdings nun mit „solidarischen Produkten“ wie zum Beispiel Reinigungsmitteln für die Bewegung. Entscheidungen werden in täglichen Versammlungen gefällt, Produkte werden an Einzelpersonen und Kollektive abgegeben, die sich dem Selbstverwaltungsprojekt verbunden fühlen.

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Griechisches Parlament verabschiedet Gesetzespaket samt massiver Einschränkung des Streikrechts

Die griechische Regierung und ihre Mehrheit im Parlament haben am 15. Januar 2018 das aus Brüssel und Berlin geforderte neuerliche Gesetzespaket mit sogenannten Maßnahmen gegen Verschuldung verabschiedet. Und, wie es bei Gesetzen, die durch diese Ortsnamen charakterisiert sind, nicht anders sein kann, sind es Gesetze, die das Wirken in- und ausländischer Investoren vereinfachen – indem sie die Rechte von Beschäftigten zertrümmern. Nach Streiks und Protesten bereits in der Vorwoche, gab es an diesem Montag, 15. Januar erneute massenhafte Protestaktionen – und die Regierung begegnete diesen abermals mit wilder Polizeirepression. Griechenland bleibt der Musterfall der EU, mit der Totaldemontage sozialer Errungenschaften und politischer Rechte – das Schaufenster des modernen Kapitalismus und seiner Angebote an die Bevölkerung. Ganz ohne Sonntags-Geschwätz von sozialen Säulen wird deutlich gemacht: Der Aufschwung der Unternehmen wird schon kommen – und für Euch bleiben dabei vor allem: Hungerlöhne.

QUELLE & MEHR INFOS

9. Anarchietage in Winterthur 2018

Libertäre Aktion Winterthur


Ein halbes Jahrzehnt ist es her, seit wir zum letzten Mal in Winterthur Anarchietage organisiert haben. Seither ist eine Menge Wasser durch die Eulach geflossen, und auch wir LAWs haben uns weiterentwickelt und Prioritäten neu gesetzt oder setzen müssen. Haben Politarbeit und Lohnarbeit geleistet, Studien angefangen, abgeschlossen und abgebrochen, Kinder gekriegt und Kinder ausziehen sehen, und alle sind wir natürlich älter geworden, haben Wegmarken des Lebens überschritten, die 20, die 30, die 50…

…und trotzdem sind wir noch hier und planen die Anarchie, und fragen uns, wie wir unser Leben trotz der immerwährenden Widersprüche rebellisch leben können. Die kommenden Anarchietage sind diesen Widersprüchen und den Rebellionen dagegen gewidmet, die vielleicht nicht immer die grossen sind, doch die unseren Alltag prägen und immer auf diese Widersprüche verweisen. Dabei wollen wir die Komfortzone eines entspannten „es gibt kein richtiges Leben im falschen“ verlassen und nach den Orten suchen, wo wir als Anarchist*innen die Widersprüche tagtäglich spüren und immer wieder vor die Wahl gestellt werden, faule Kompromisse, oder aber Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

Selbstredend ist die Zeit an den Anarchietagen – wie immer – zu kurz, damit der Themenkomplex auch nur annährend durchleuchtet werden kann. Was wir anbieten, sind einzelne Schlaglichter, und die Möglichkeit für alle Anwesenden, die Nuancen zu setzen.

Eure Libertäre Aktion Winterthur

Ägypten: Solidaritätskampagne gegen erneutes Schandurteil gegen GewerkschaftsaktivistInnen

Das ägyptische Militärregime und seine Gerichtsbarkeit hat wieder einen Schlag gegen die Gewerkschaftsbewegung von unten ausgeteilt:

„Die Gewerkschaftsaktiven Mahienour el-Massry, Moatasem Medhat (beide zwei Jahre) und Ziad Aboul Fadl, sowie die Anwälte Asmaa Naeem und Waleed El Ammary (alle drei – in Abwesenheit – 3 Jahre) wurden verurteilt aufgrund eines Gesetzes gegen die Versammlungsfreiheit.“

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FAU Hannover 2018 mit eigenem Gewerkschaftslokal

Aus den Syndikaten


Das Jahr 2018 beginnt für die FAU Hannover mit einer kleinen Erfolgsmeldung: Ende Januar eröffnen wir unser neues Gewerkschaftslokal in der Nieschlagstraße 1b in 30449 Hannover-Linden. Nach längerer Suche ist es uns endlich gelungen, geeignete Räumlichkeiten anzumieten. Bereits seit Anfang des Monats finden alle Vollversammlungen und sonstigen Termine des Allgemeinen Syndikats (AS) und der Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe (GGB) im neuen Lokal statt.

Momentan werden Versammlungsraum und Büro noch renoviert und ausgebaut. Am Samstag, den 27. Januar, wollen wir unser Lokal einweihen und die Eröffnung gebührend feiern. Ab 15.00 Uhr haben wir dazu für Mitglieder, Nachbar*innen, Passant*innen und Interessierte geöffnet. Bei Kaffee, Kuchen, Sekt und CNT-Wein besteht die Möglichkeit, sich auszutauschen und kennenzulernen, einen Einblick in unsere aktuelle gewerkschaftliche Arbeit zu erlangen und gemeinsam anzustoßen.

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Rudolf Rocker rockt (und rockt) noch immer

WER NICHT HÖREN WOLLTE „MUSS“ NUN LESEN

Am 14.12.2017 gab es an dieser Stelle einen Hinweis auf das Radiointerview zum Thema RUDOLF ROCKER – nun gibt es dieses auch zum nachlesen:

Monika Kupczyk und Bernd Drücke im Gespräch mit der Autorin Emmelie Öden

Die Geschichte der Gewerkschaftsbewegungen ist eng mit dem Namen Rudolf Rocker verknüpft. Rocker war einer der bedeutendsten Theoretiker des Anarcho-Syndikalismus, Aktivist der Freien Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD) und Verfasser u.a. der „Prinzipienerklärung des Syndikalismus“. Die FAUD löste sich kurz vor der Machtergreifung der NSDAP auf, um ihre Mitglieder zu schützen. Rocker floh in die USA. Die anarchistische Bewegung in Deutschland wurde in zwölf Jahren Nazidiktatur zerschlagen. Auch an diesen vergessenen Teil der Geschichte erinnerten die FAU Münsterland und die Redaktion der Graswurzelrevolution (GWR) am 25. November 2017 bei einer gemeinsamen Veranstaltung in Münster. Als Referentin hatten sie Emmelie Öden (*1991) aus Mainz eingeladen. Die Autorin der Broschüre „Proletarisches Mainz. Der Rudolf Rocker-Stadtführer“ (1) nahm die TeilnehmerInnen mit auf eine virtuelle Stadtführung und stellte Rocker und die damalige Arbeiterbewegung vor. Am 26. November interviewten Monika Kupczyk von der FAU Münsterland und GWR-Redakteur Bernd Drücke die Autorin im Studio des Medienforums Münster. Die Radio-Graswurzelrevolution-Sendung wurde am 15.12.2017 im Bürgerfunk auf Antenne Münster ausgestrahlt. Sie kann in der Mediathek der Bürgermedienplattform angehört werden. (2) Wir drucken eine überarbeitete Kurzfassung. Eine um weitere Fragen und Antworten ergänzte Version des Interviews erscheint voraussichtlich im Oktober 2018 in dem von Bernd Drücke herausgegebenen Buch „Anarchismus Hoch 4“ im Unrast-Verlag. (GWR-Red.)

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Helios Amper Kliniken Dachau: verdi legt Arbeitskampf auf Eis // Keine Entlastung – Beschäftigte brüskiert

AUS DEN SYNDIKATEN

Es geht um mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen und um eine grundlegende Wertschätzung der Kolleginnen und Kollegen. Und obwohl nichts davon bisher erreicht wurde, hat die Gewerkschaft verdi nun den Arbeitskampf vorerst auf Eis gelegt. Nach dem skandalösen Verbot eines unbefristeten Streiks Anfang Dezember, konnte verdi eine finanzielle Offerte nicht ausschlagen. Trotz nie dagewesener Geschlossenheit und Kampfeswillen der Kolleginnen und Kollegen.

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BUCHTIPP: Legende & Wirklichkeit – Die IG Metall in der Automobilindustrie

Streiflichter aus der Werkstatt eines Arbeitsrechtsanwalts – Mit einem Anhang zum Thema: Gewerkschaftsfreiheit oder Monopolgewerkschaft?

Neues RAT & TAT Buch von Rolf Geffken zur aktuellen Betriebs- und Tarifpolitik der IG Metall: “Um kaum eine gewerkschaftliche Organisation ranken sich so viele (unrealistische) Legenden wie um die IG Metall. Vor dem Hintergrund vieler eigener („beruflicher“) Erfahrungen hat Rolf Geffken es nunmehr unternommen, eine aktuelle Bestandsaufnahme der IG Metall Tarif – und Arbeitsrechtspolitik vorzunehmen. Er räumt auf mit den irrigen Vorstellungen vom heroischen Kampf der IG Metall gegen Scheinwerkverträge und Leiharbeit und zeigt auf, daß gerade im betrieblichen Alltag die IG Metall mehr als nur „sozialpartnerschaftlich“ mit den großen Unternehmen der Automobilindustrie zusammenarbeitet: Sie spaltet die Belegschaften und schwächt deren potentielle Kampfbereitschaft. Sie unterläuft inzwischen sogar zahlreiche gesetzliche Standards durch verschlechternde Tarifverträge. Das Bundesarbeitsgericht wiederum versucht mit seiner unseligen Rechtsprechung zur “sozialen Mächtigkeit” von Gewerkschaften den Monopolanspruch der IG Metall abzusichern, was aus Sicht des Autors eindeutig verfassungswidrig ist.” Autoreninfo zum Buch von Rolf Geffken in der Reihe “Alternative Rechtswissenschaft”

MEHR INFOS UND EINE LESEPROBE GIBTS BEI:

LABOURNET GERMANY


 

Bauarbeiter besetzen Kran wegen nicht gezahlter Löhne

Schon am Abend hatte die Aktion Erfolg

Am Freitagnachmittag haben drei Bauarbeiter einen Kran auf einer Düsseldorfer Baustelle besetzt. Dabei wurden sie von einigen ihrer Kollegen am Boden unterstützt. Schon am Abend kam es zu einer Einigung, woraufhin die Arbeiter den Kran wieder verließen.

Während der Besetzungsaktion sagte einer der Kollegen dem WDR im Interview:“Wir protestieren wegen Geld. Wir haben seit 6 Wochen gearbeitet mit 6 bis 10 Leuten am Tag, dafür haben wir ganz wenig Geld gekriegt. Von insgesamt 14-15.000€ haben wir nur 4.000€ bisher gekriegt.“

Den Presseinformationen zufolge sind die protestierenden Arbeiter bei dem Aachener Subunternehmen „Aquis“ beschäftigt. Das Hauptunternehmen Züblin AG wies alle Verantwortung von sich, man habe alle Zahlungen an das Subunternehmen fristgerecht getätigt. Dennoch war das Unternehmen offenbar zu Verhandlungen bereit und versprach kurzfristig, die ausstehenden Löhne zu zahlen.

Holger Vermeer von der IG BAU zufolge, sei diese Situation kein Einzelfall. Er habe schon „dramatische Fälle“ erlebt, in denen praktisch nichts mehr im Kühlschrank sei, außer ein bisschen Toast und Thunfisch.

Offenbar kommen die Arbeiter aus Rumänien. Ihre Widerstandsaktion ist insbesondere bemerkenswert, weil ArbeitsmigrantInnen aus Osteuropa offenbar häufig so behandelt werden. Erst im Februar berichtete die Hessenschau von 28 rumänischen Arbeitern, die über mindestens fünf Monate um einen Großteil ihres Lohns betrogen wurden. Ihre Baustelle: Der weltweit bekannte Frankfurter Flughafen.

 

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