[Pressemitteilung] Gesetzliche Mindeststandards und angemessene Bezahlung – Blumen Wolf, was ist daran so schwer?

1. Juni 2018, Allgemeines Syndikat Hannover

Kundgebung am Samstag, den 2. Juni um 14 Uhr, auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs

Die Basisgewerkschaft FAU Hannover ruft für Samstag, den 2. Juni um 14 Uhr zu einer Kundgebung für bessere Arbeitsbedingungen im Blumengeschäft Blumen Wolf auf. Während sich der Unternehmer Gesprächsangeboten der Basisgewerkschaft verweigert, fordert die organisierte Belegschaft die Einhaltung von gesetzlichen Mindeststandards, mehr Personal und eine angemessene Bezahlung.
Seit Anfang dieses Jahres befindet sich die FAU Hannover in einem Arbeitskonflikt mit dem Unternehmer Karl Heinz Wolf, der in Hannover vier Filialen seines Blumenladens betreibt. Drei Filialen befinden sich im Hauptbahnhof Hannover, womit Blumen Wolf dort der einzige Blumenhändler vor Ort ist. Mit Hilfe der FAU pochten die Beschäftigten zunächst auf die Wahrung ihrer grundlegenden Arbeits- und Persönlichkeitsrechte. Regelmäßig wird bei Blumen Wolf die gesetzliche Höchstarbeitszeit von 10 Stunden überschritten, es gibt oftmals keine Möglichkeit, Pausen zu machen und die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit zwischen Spät- und Frühschicht wird vielfach nicht eingehalten. Die Landesdatenschutzbehörde hat derweil ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen verbotener Kameraüberwachung gegen Wolf eingeleitet.
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AUS DER DA: Erfolge basisgewerkschaftlicher Kämpfe an Hochschulen

An Universitäten bilden sich vermehrt organisierte Proteste gegen die zunehmend prekären Arbeitsbedingungen.


Die Universitätsbetriebe sind gezwungen, die fehlende Ausfinanzierung durch den Staat in Form eigener Sparprogramme auf dem Rücken der Studierenden und Arbeiter*innen auszutragen. In Berlin, Jena und Frankfurt wehren sich diese in der FAU und unter_bau und können erste Erfolge vorweisen. Am 17. November 2018 soll sich auf einer basisgewerkschaftlichen Tagung in Jena darüber ausgetauscht werden.


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VERANSTALTUNG: KENN DEIN RECHT IM MINIJOB

                14.06.2018
                   19 Uhr
                FAU-Lokal

Menschen im Minijob werden schlechter bezahlt, können weniger an betrieblich-beruflicher Weiterbildung teilnehmen, bekommen häufiger kein Kranken- und Urlaubsgeld als Vollzeitbeschäftigte und müssen flexibel auf Arbeitszeiten warten, ohne bezahlt zu werden. Angesichts dieser Risiken, die mit Minijobs und geringfügiger Beschäftigung einhergehen, wollen wir im direkten Austausch Interessierte und Betroffene ansprechen, die mehr über eigene Rechte als Minijobbende erfahren, ihre Erfahrungen teilen und Handlungsmöglichkeiten ausloten wollen.


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Gründung der Internationalen Arbeiter*innen Konföderation (IAK) in Parma

Am 13. Mai 2018 wurde unter minutenlangem Applaus die Gründung der internationalen Gewerkschaftskonföderation IAK in Parma (Italien) vollzogen. Delegierte aus sieben Ländern hatten sich drei Tage über Statuten und Arbeitsschwerpunkte verständigt, um dem globalisierten Kapitalismus und den autoritären Entwicklungen in Europa und den Amerikas endlich eine kämpferische Internationale syndikalistischer Gewerkschaften entgegenzustellen.


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20 Jahre iGZ – Kein Grund zu Feiern

Demonstration in Münster am Donnerstag, 17.05, 13 Uhr

Leiharbeit wurde unter dem Vorwand eingeführt, bei Produktionsspitzen
ausnahmsweise Arbeitskräfte ausleihen zu können. Diese Ausnahme ist zur
Regel geworden. Noch nie gab es so viel Leiharbeit wie heute. Nach einer
Anstellung von 9 Monaten in einem Unternehmen steht einem Leiharbeiter
der gleiche Lohn wie einem Stammbeschäftigten zu. Hier wurde nicht nur
für Ausnahmeregelungen gesorgt, in der Praxis werden die Leiharbeiter
oft vor Ablauf der 9 Monate entlassen. Für viele heißt es: „Einmal
Leiharbeiter, immer Leiharbeiter!“. Selbst mit gleicher Bezahlung
bleiben Leiharbeiter Beschäftigte zweiter Klasse. Leiharbeiter sind
flexible Manövriermasse der Wirtschaft. Das Leben ist für den
Betroffenen schwer planbar. Leiharbeit bedeutet eine Spaltung der
Belegschaften.

Die Interessen der Arbeiter sind denen des Interessenverbandes Deutscher
Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) entgegengesetzt! Stammarbeiter sind ebenso
gegen eine Spaltung der Belegschaften, wie die Leiharbeiter. Niemand
soll unter prekären Bedingungen beschäftigt sein!

Ein Unternehmer hat direkt mit einem Arbeiter einen Arbeitsvertrag zu
schließen, wenn er dessen Arbeitskraft braucht. Zwischenhändler für
Arbeitskraft bezeichnen wir als Sklavenhändler. Menschen verleiht man nicht!

Den Betroffenen ist nicht zum Feiern zumute, wenn der Bundesverband der
Sklavenhändler sich zu seinem 20. Geburtstag in der Halle Münsterland im
Messe- und Congresscentrum Münster trifft.

Wir wollen diese entwürdigende Form der Arbeit beendet sehen und
fordern ein sofortiges Verbot der Arbeitnehmerüberlassung. Leiharbeit
kann man nicht „fair gestalten“, sie muss weg!

Der Protest gegen Leiharbeit
am 17.5. in Münster 13°° vor dem Messe- und Congress Centrum,
Halle Münsterland, wurde von Betroffenen organisiert. Schließt euch der
Protestaktion an!

Die Aktion wird unterstützt von:
IGL (Interessengemeinschaft der Leiharbeiter)
chefduzen.de (Forum der Ausgebeuteten)
FAU Münsterland (Basisgewerkschaft)
LEIHKEULE (Leiharbeiter Kollegenzeitung)

DEMOAUFRUF: Oerlinghausen ist kein Ort für rassistische Hetze!

Am Mittwoch, den 09.05.2018 will die AfD NRW im Oerlinghauser Bürgerhaus einen »Bürgerdialog« veranstalten. Sie wirbt für die Veranstaltung mit Auftritten ihrer Fraktionsvorsitzenden Markus Wagner und Gabriele Walger-Demolsky.

Wir wollen das nicht unkommentiert lassen und dem entschieden entgegentreten!
Die AfD konnte in Oerlinghausen bisher keinen Fuß fassen und so soll es auch bleiben! Wir lassen uns nicht von rassistischen, sexistischen und homophoben Rechtspopulist_innen vereinnahmen.

 


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FAU.ORG: Aufruf zu Protestschreiben – Solidarität mit Markus Bauer


Unser Freund und Mitglied der Gewerkschaft FAU, Markus Bauer, verheiratet und Vater von drei Kindern, ist seit über 10 Jahren bei der Firma Hama GmbH & Co KG beschäftigt.
Nun versucht die Firma, ihn, nach unserer und der Auffassung der Rechtsanwälte, mit illegalen Mitteln, physisch wie psychisch soweit zu bringen, dass er dem über ein Jahr andauernden Druck nicht mehr standhält.

 


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