Lebenshilfe Frankfurt e.V. – unsoziale Zustände in der Behindertenhilfe

FAU Frankfurt Lebenshilfe1Die Lebenshilfe Frankfurt e.V. feiert am Samstag (19.09.) mit ihren Sponsoren das Kelterfest, aber nicht alle haben einen Grund zu feiern. Ein großer Teil der MitarbeiterInnen wird diskriminiert und einige wegen gewerkschaftlicher Betätigung mit Sanktionen überzogen. KollegInnen verschiedener Träger, Gewerkschaften und Eltern werden deswegen am Samstag mit einer
Demonstration zum Kelterfest 15.00 Uhr (U-Bhf Industriehof)
gegen diese Zustände protestieren.

Mit freundlichen Grüßen,
die Betriebsgruppe der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) in
der Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V.

Klage beim Arbeitsgericht gegen den Vorstand der Lebenshilfe Frankfurt e.V. wegen Diskriminierung von MitarbeiterInnen und ungerechtfertigter Kündigung.

Frankfurt am Main, 18. September 2015: Minijobber der Lebenshilfe Frankfurt e.V. haben ihren Vorstand und Geschäftsführer Volker Liedtke-Bösl verklagt. Aus Sicht der Mitarbeiter hat die Lebenshilfe Frankfurt diese hinsichtlich der Bezahlung und Krankheitsregelungen mit Beteiligung des Betriebsrats gegenüber den Vollzeitbeschäftigten seit mehreren Jahren diskriminiert. Einer der Kläger wurde jetzt gekündigt. Die Betroffenen vermuten dahinter sein aktives gewerkschaftliches Eintreten für bessere Arbeitsbedingungen. Dieses ist aber durch die Koalitionsfreiheit nach Art. 9 Grundgesetz geschützt. Deswegen wurde jetzt auch eine Kündigungsschutzklage eingereicht.
Seitdem von den Beschäftigten im Sommer 2014 die Forderung nach besserer Bezahlung und Gleichstellung erhoben wurde, reagierten Geschäftsführung und die zuständige Bereichsleitung mit Maßnahmen, die die KollegInnen nicht erwartet hätten: Einseitige Arbeitsvertragsänderungen, das Verbot über gewerkschaftliche Themen während der Arbeitszeit zu reden, Lohnzurückhaltung für längst geleistete Arbeitszeit und Kommunikationseinschränkungen unter MitarbeiterInnen. Zustände die man andernorts vermuten würde, aber nicht in einem gemeinnützigen sozialen Verein wie der Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V.
Mitarbeiter Dennis L.*: “In unserer Arbeit mit den KlientInnen standen und stehen wir voll hinter den sozialen Zielen und Tätigkeiten der Lebenshilfe. Dass der amtierende Vorstand und Geschäftsführer seinen MitarbeiterInnen gegenüber jedoch so unsozial auftritt, ist ein Problem, dass sich auf das gesamte Arbeitsklima auswirkt. Kommunikationsverbote in einem sozialen Betrieb, wie bei uns? Was soll das?“
Die Kündigung des Gewerkschaftskollegen trotz Betreuungsbedarfs ist für die Betroffenen der traurige Tiefpunkt im Betrieb. Mitarbeiterin Nina K.: “Was mich stutzig macht, ist, dass wir ständig Bedarf an männlichen Kollegen haben. Dann gibt es dort einen erfahrenen und guten Mitarbeiter, der nach seiner Klage gegen den Arbeitgeber plötzlich nicht mehr eingesetzt werden darf. Und auf der anderen Seite gibt es Familien, die fest mit einer Betreuung gerechnet haben und dann zusehen müssen, wie sie an ihrem Arbeitstag plötzlich eine Betreuung für ihr Kind organisiert bekommen.“
Die KollegInnen halten weiter an ihrer Forderung nach einem Ende der Diskriminierung fest und fordern neben der gerechten Bezahlung die sofortige Wiedereinstellung ihres Kollegen.
Mitarbeiter Nico H.: “Der Kollege gehört wieder eingestellt. Die Maßnahmen gegen uns müssen aufgehoben werden. Was ist das für ein Zeichen, dass jemand augenscheinlich bei Ausübung seiner grundgesetzlichen Rechte der Koalitionsfreiheit gefeuert wird?“
* Die Namen der MitarbeiterInnen sind hier wegen Befürchtungen über Sanktionen im Betrieb anonymisiert wiedergegeben.

Pressemitteilung – 18.09.15 von FAU Frankfurt

Widerstand gegen Unterdrückung, Massaker, Terror und Krieg!

Bündnis der demokratischen Kräfte OWL ruft auf zur

Demonstration, am Samstag, 1.August, 15.00 Uhr, auf dem Jahnplatz, Bielefeld

Eigentlich plante das Bündnis der demokratischen Kräfte am 1. August in Bielefeld eine Demonstration im Gedenken an den Jahrestag des Massakers in Shingal und an die Opfer des Terroranschlags in Suruç. In Suruç starben am 20. Juli 31 junge Menschen, mehr als hundert wurden verletzt. Sie alle waren auf dem Weg ins nordsyrische Kobane um sich dort am Wiederaufbau zu beteiligen.gegen Krieg
Inzwischen ist die Situation im Nahen Osten eskaliert. Die türkische Regierung hat Ziele in Syrien und dem Irak angegriffen. Der Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staate (IS) gilt dabei nur als Vorwand. Bisher hat die Türkei den IS-Terror aktiv unterstützt. Ziel der türkischen Angriffe sind jetzt jene, die vor genau einem Jahr Zehntausende Yeziden in Shingal und andere Minderheiten vor dem Terror des IS retteten. Die Türkei will die Zerschlagung der PKK und die Zerstörung der selbstverwalteten Region Rojava in Nordsyrien. Auch die von den USA und der Türkei angestrebte „Schutzzone“ in Nordsyrien richtet sich gegen den Versuch in Kobane und Rojava eine basisdemokratische, multiethnische Gesellschaft aufzubauen.
Zugleich eskaliert durch das brutale Vorgehen der türkischen Regierung die Lage in der Türkei. Das Erdogan-Regime erklärte den Friedensprozess mit der PKK für beendet. Mehr als 1000 Menschen wurden verhaftet, fast alle kurdische, alevitische und linke Oppositionelle. Regierungskritische Zeitungen und Internetseiten wurden geschlossen. In Istanbul richtete die Polizei eine linke Aktivistin der DHKP-C regelrecht hin. Drei Tage lang belagert die Polizei das alevitische Cem-Haus in Gazi Mahallesi um das Begräbnis der dort aufgebahrten Ermordeten zu verhindern. Im Gegensatz dazu nahmen wenige Tage zuvor in Istanbul Politiker der regierenden AKP und der faschistischen MHP am Begräbnis eines gefallenen IS-Kämpfers teil.
Das Erdogan-Regime setzt auf Terror, Krieg und Bürgerkrieg um seine seit den Wahlen angeschlagene Position zu stärken. Die NATO und die deutsche Regierung sind deren Komplizen.

Wir fordern:
*die sofortige Einstellung der türkischen Angriffe auf kurdische Dörfer und Städte in Syrien, dem Irak und der Türkei
*ein Ende der Repression in der Türkei
*die Freilassung demokratischer und linker politischer Gefangener in der Türkei
*die Offenlegung aller Unterstützer des Islamischen Staates (IS)
*von der Bundesregierung verlangen wir das sofortige Ende der politischen, wirtschaftlichen, militärischen und geheimdienstlichen Zusammenarbeit mit dem Erdogan-Regime und den Abzug der deutschen Soldaten aus der Türkei

Im Rahmen der weltweiten Proteste gegen den auf Lügen aufgebauten imperialistischen Krieg, gegen Terror und Unterdrückung ruft das Bündnis der demokratischen Kräfte zu einer Demonstration in Bielefeld auf. Treffpunkt ist am Samstag, dem 1. August 2015 um 15 Uhr am Jahnplatz.

Am Freitag, 13 bis 18:30 Uhr, und am Samstag, 12 bis 17 Uhr, besteht am Infostand des Bündnisses auf dem Jahnpaltz die Möglichkeit sich zum Thema zu informieren und auszutauschen.

Bündnis der demokratischen Kräfte OWL, BIR-KAR, DIE LINKE.OWL
Das Bündnis der demokratischen Kräfte OWL bilden: Alevitische Gemeinden in Bielefeld, Gütersloh und OWL, BDAJ-OWL, Anatolisches Zentrum, Feda, Yezidische Föderation, NAV-DEM, YXK, Freiheit und Solidarität ÖDA, Dersim-Gemeinde Bielefeld und Umgebung, Seyh Said-Moschee, Agif, Av-Kar, DHF, Assyrische Föderation, Arbeitskreis Internationalismus des AJZ

[Mall of Shame] Demonstration 25.4.

6 Monate später noch immer kein Lohn. Wir rufen euch deshalb alle dazu auf, die Forderung der Arbeiter solidarisch zu unterstützen und den Protest gegen Ausbeutung migrantischer Arbeiter_innen gemeinsam und entschieden auf die Straße zu tragen! Der Kampf geht weiter!

Mall of Shame: Zahlt die Arbeiter! – Gegen die Ausbeutung migrantischer Arbeiter_innen! – Samstag, 25.4.2015 – Beginn: 12 Uhr – Leipziger Platz 12 (U-Potsdamer Platz)

20150425_mall_of_shame

Den Aufruf in mehreren Sprachen gibt es hier
Alle weiteren Informationen gibt es auf