Warum haben wir’s so eilig? Die Kapitalismuskritik von Paul Virilio

Vortrag und Diskussion
paul_virilioDas moderne Individuum steht im Alltag unter Zeitdruck, hat laufend Ziele im Visier und ist ständig dabei, sie in größtmöglicher Geschwindigkeit zu erreichen. Aber warum überhaupt diese Eile und Hektik? ‚Wir müssen schnell sein, damit wir nicht ins Denken geraten.‘ Dies sagt Paul Virilio, französischer Sozialphilosoph, und er liefert im Weiteren eine durchaus tiefgehende Kritik am Kapitalismus abseits von Marx.

am 19. Oktober 2015, 18.30 Uhr
im FAU-Lokal, Metzerstr. 20 (Ecke Mühlenstr.), Bielefeld

FAU
anschließend FAU  – Plenum

10 Jahre Hartz IV sind genug!

Für den 16. April 2015 ist im Rahmen der Kampagne „10 Jahre Hartz IV sind genug!“ ein bundesweiter dezentraler Aktionstag geplant.

In Bielefeld findet am
Donnerstag 16.4., von 14:00 – 17:00 Uhr
eine Aktion am Platz des Widerstandes (Bahnhofsvorplatz) statt.

10 Jahre HartzIVDeshalb haben sich die verschiedene Erwerbslosennetzwerke, die im Oktober 2014 eine Kampagne unter dem Motto „Auf-Recht bestehen! – Kein Sonderrecht im Jobcenter!“ angestoßen haben, entschlossen, diese Kampagne fortzuführen.
Mit den Protesten wollen wir dafür streiten, das Hartz-IV-System zu überwinden.
Hier und jetzt wollen wir Misstände in den Jobcentern anprangern und konkrete Verbesserungen durchsetzen.
Und wir wollen es nicht zulassen, dass die Regierung still und heimlich weitere Verschlechterungen durchsetzt, die zur Zeit unter dem harmlos daherkommenden Titel „Rechtsvereinfachungen im SGB II“ dikutiert werden.
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Volle Gewerkschaftsfreiheit auch hinter Gittern!

Die Gefangenengewerkschaft GG/BO stellt sich vor

Eine Veranstaltung mit dem Journalisten und Gewerkschafter Peter Nowak
am Montag, 20.04.2015, 19.30 Uhr
im FAU-Gewerkschaftslokal, Metzer Str.20, Bielefeld

GG/BOIm Mai 2014 gründeten Gefangene in der JVA Tegel die Gefangenengewerkschaft / Bundesweite Organisation (GG/BO). Zwei ihrer zentralen Forderungen sind ein allgemeiner Mindestlohn auch für Gefangene und die Aufnahme in die Rentenversicherung. Während dies in mehreren europäischen Ländern, wie z.B. Italien und Österreich, längst Realität ist, erhalten Gefangene in Deutschland gerade mal einen Stundenlohn zwischen 1,10 und 1,80 Euro und sind von der Rentenversicherung ausgeschlossen, von anderen arbeitsrechtlichen Standards, wie freie Wahl des Arbeitsplatzes und Streikrecht, ganz zu schweigen.
Die Mitglieder der Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO) wollen diese Zustände nicht länger hinnehmen und begehren dagegen auf. Seit Mai sind in einem halben Dutzend Knästen Sektionen der GG/BO aufgemacht worden, über 300 Gefangene sind der GG/BO beigetreten.
Die Antwort der Anstaltsleitungen auf die Organisierung der Gefangenen sind Repressionen wie z.B. Zellendurchsuchungen, Beschlagnahme von Gewerkschaftsunterlagen und Mobbing. Über die Aussichten, trotz dieser Einschüchterungsversuche die volle Gewerkschaftsfreiheit in der Unfreiheit der Knäste durchzusetzen und wie die Gefangenen dabei unterstützt werden können, berichtet der Journalist und Gewerkschafter Peter Nowak im Rahmen der Veranstaltung.

VeranstalterInnen: Anarchistisches Forum OWL, Antiknast-Gruppe Bielefeld, FAU Bielefeld und Rote Hilfe Bielefeld

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Hände weg vom Streikrecht – Streikrecht ist Grundrecht! Für volle gewerkschaftliche Aktionsfreiheit!

Unter diesem Motto rufen wir, das Aktionsbündnis »Hände weg vom Streikrecht – für volle gewerkschaftliche Aktionsfreiheit!« zur

bundesweiten Demonstration am
18. April um 13.00 Uhr nach Frankfurt am Main
Kaiserstrasse/Kaisersack am Hauptbahnhof auf

Streikrecht verteidigen!Am 21./22. Mai 2015 soll das höchst umstrittene »Tarifeinheitsgesetz« in 2. und 3. Lesung im Bundestag beraten und verabschiedet werden. Kommt es so weit, wird ein weiteres Grundrecht – wie bei der weitgehenden Aushebelung des Asylrechtes Anfang der neunziger Jahre – massiv eingeschränkt.
Die EU-weiten Angriffe auf das Streikrecht – zwecks Sicherung der Konzernprofite – ist offizielles Ziel der »EU-Agenda 2020«. Seit einigen Jahren wird dieses Ansinnen, entsprechend der jeweiligen Bedingungen in den einzelnen EU Staaten, in unterschiedlichem Tempo umgesetzt. Im Rahmen der internationalen ökonomischen »Krisenbewältigung« der EU wurde das Demonstrationsrecht in Spanien massiv eingeschränkt und in Griechenland das Streikrecht bereits weitgehend abgeschafft.
Der erste Schritt zur Einengung des Streikrechtes in Deutschland nennt sich »Tarifeinheitsgesetz«. Entgegen allen Beteuerungen aus den Reihen der Großen Koalition und des DGB wird mit diesem Gesetz das Streikrecht massiv eingeschränkt, in dem mit Mehrheitsbestimmung zwei Klassen von Gewerkschaften entstehen: die einen, die noch streiken dürfen und die anderen, die bestenfalls Tarifergebenisse, die andere ausgehandelt haben, abnicken dürfen.
»Der faktische Entzug des Rechts, Tarifverträge abzuschließen und dafür einen Arbeitskampf zu führen, stellt einen denkbar weitreichenden Eingriff dar, der nur noch durch ein Gewerkschaftsverbot übertroffen werden könnte«, stellte Prof. Däubler in seinem <a href="http://tinyurl.com/oqd6qrcfest/")Gutachten, was er im Auftrag der Partei Die Linke erarbeitet hat. In einem »Juristenaufruf« fordern Arbeitsrechtsanwälte die Regierung zum sofortigen Stopp des Gesetzes auf.
Das sogenannte „Tarifeinheitsgesetzt“ bedroht eines unserer wesentlichen Grundrechte, denn: Jeder Mensch hat das Recht zu streiken!
Das Aktionsbündnis »Hände weg vom Streikrecht – für volle gewerkschaftliche Aktionsfreiheit!« – Streikrecht verteidigen!/ – ruft deshalb zu einer bundesweiten Demonstration am 18. April, 13.00 Uhr in Frankfurt am Main auf.
Dem Aktionsbündnis gehören unter anderem an: Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken (IVG), Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU), ATIF, ver.di-Linke NRW, TIE Germany, Zukunftsforum Stuttgarter Gewerkschaften, IWW, sowie zahlreiche Einzelpersonen.
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Bezahlt die Arbeiter! Mall of Shame – erbaut auf Ausbeutung

Ausbeutung und Rassismus auf Berliner Baustellen – Arbeitskämpfe und Unterstützung organisieren!

Mall_of_shameInformations- und Solidaritätsveranstaltung

am 12.März 2015, 19.30 Uhr

in der Bürger*innen*wache, Siegfriedplatz, Bielefeld, Raum 07 (gr.Saal, EG)

Seit November 2014 kämpfen die Kollegen mit der FAU für ihre Löhne und ihre Würde. Sie harrten jeden Tag mehr als sechs Stunden in der Kälte aus und protestierten vor der „Mall of Shame“ – und oftmals schliefen sie danach auch in der Kälte. Um unseren Kollegen weiterhin ausreichend Verpflegung organisieren zu können und einen Platz zu verschaffen, in dem sie gemeinsam unterkommen können, an dem sie sich wärmen können und Kraft tanken können für ihren Kampf, brauchen wir dringend Spenden.
Der Bau der „Mall of Berlin“ soll nach rbb-Angaben ca. eine Milliarde Euro gekostet haben und könnte nun in der Vorweihnachtszeit zum Symbol der gängig gewordenen Ausbeutung migrantischer ArbeiterInnen aus dem EU-Ausland werden. Subunternehmen haben Arbeiter aus Rumänien für schlappe fünf Euro Stundenlohn zehn Stunden am Tag schuften lassen, und am Ende nicht einmal diesen niedrigen Lohn vollständig an die Arbeiter bezahlt. Eine größere Gruppe dieser Arbeiter hat sich in der Gewerkschaft FAU Berlin organisiert, und wird nun schnell und entschlossen handeln, um die ausstehenden Löhne zu erkämpfen!
Wir haben eine Petition eingerichtet: Wenn ihr eure Solidarität kundgeben wollt, dann unterschreibt doch hier und hinterlasst einen Kommentar: change.org.
Außerdem benötigen die Arbeiter Spenden um ausreichend Verpflegung zu organisieren und sich einen Platz zu verschaffen, an dem sie gemeinsam unterkommen können:
Konto-Inh.: Allgemeines Syndikat Berlin
IBAN: DE45 1605 0000 3703 0017 11
BIC: WELA DE D1 PMB
Verwendungszweck: Mall of Shame
mehr Infos unter: FAU Berlin: Mall of shame
Mall of shame auf facebook

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Sagt Nein! zu Rassismus und Islamfeindlichkeit

je suis charlie

Vor dem Hintergrund der weiter zunehmenden PEGIDA-Aktivitäten (nicht nur
in Dresden) ist es wichtig und richtig, dass wir alle uns auch in Bielefeld
positionieren und Flagge zeigen. Denn Bielefeld ist bunt,
weltoffen und flüchtlingsfreundlich. Wir sind gegen billigen Populismus und
Islamfeindlichkeit!
Sagt Nein! zu Rassismus und Islamfeindlichkeit und kommt zur Demo!
Aktuelle Infos findet ihr auch immer auf der Homepage vom „Bielefelder Bündnis gegen Rechts“ und auf der facebook Seite

Arbeitsgesellschaft ohne Arbeit

Niedergang oder Hoffnung?

Vortrag und Diskussion mit Simon E* (Historiker, Philosoph)
am Dienstag, 16.Dezember, 19.30 Uhr
im FAU – Lokal, Metzerstr.20 (Ecke Mühlenstraße), Bielefeld

Charlie on a TV„Arbeit macht das Leben süß“ – wohlklingende Worte zu diesem Thema kennen wir alle. Die Erwartungshaltung, ‚anständige‘ Berufe zu erlernen, wird uns schon von klein auf antrainiert und fast alle von uns haben sie tief verinnerlicht: die Ethik der Arbeit. Doch es wird immer schwieriger, eine Stelle zu bekommen, von der wir auch tatsächlich leben können. Immer mehr Menschen auf dem gesamten Planeten sind arbeitslos.
Parallel und im scheinbaren Widerspruch dazu produzieren immer weniger Menschen immer mehr Gegenstände oder Dienstleistungen. Dies führt zu einer enormen Leistungsverdichtung, Stress, Gesundheitsproblemen und all dem Scheiß. Die Arbeit wird knapper, nur nicht für die, die noch welche haben. Da fehlt die Luft zum Atmen, Depressionen, Aggressionen oder Burnouts sind die Folgen, das System produziert „Ausschuss“ auf allen Ebenen.
* Simon E stellt in einer Reihe von Vorträgen und Diskussionen, die im Dezember in verschiedenen Städten in NRW und darüber hinaus stattfinden, den Begriff der Arbeit in einen kritischen und geschichtlichen Zusammenhang. Von seinen Anfängen in der protestantischen Arbeitsethik über die Diskussionen bei Marx und Engels und bis hin zur anarchistischen Kritik der Arbeit und seiner Bedeutung in der heutigen Gesellschaft. Mehr auf seinem Blog: http://ohenarbeit.blogsport.de
Eintritt frei

Freie ArbeiterInnen Union Bielefeld
Metzerstr.20, 33607 Bielefeld
Kontakt: faubi-kontakt@fau.org
Telefon 01573 7957110

„ N I E D E R !“

20 JAHRE LITERATURPROJEKT BLACKBOX (Bielefeld)


Blackbox-_Lesung_2014Anarcho‐Literatur mit
Michael Halfbrodt und Ralf Burnicki

„Blackbox“ ist ein libertäres Literaturprojekt, das seit 1994 existiert. Ziel von Blackbox” ist es, Trennungen zwischen Literatur und Politik aufzuheben und aufzuzeigen, dass Literatur und Politik zwei sich ergänzende Leidenschaften eines wachen Bewusstseins sind.

Ralf Burnicki: „Hoch lebe sie – die Anarchie“ (neue Anarcho-Poetry)

Michael Halfbrodt liest aus seinen Übersetzungen libertärer Literatur: „Mord im Paradies der Nackten“ u.a.

Parallel zur Lesung: Pechschwarze Grafiken von FINDUS

Freitag, 5.12., 19.30 Uhr
FAU – Lokal, Metzerstr.20 (Ecke Mühlenstr.), Bielefeld
‐ EINTRITT FREI ‐

Dass Kunst und Politik sich nicht ausschließen, sondern zwei Seiten eines wachen Bewusstseins sind, dies haben die Anarcho-Literaten Michael Halfbrodt und Ralf Burnicki vom Bielefelder Literaturprojekt Blackbox bundesweit bei zahlreichen Lesungen aufgezeigt. Beide Autoren bringen seit nunmehr 20 Jahren libertäre Gesellschaftskritik auf die Bühne.
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Überall ist Kobanê – überall ist Widerstand!

Demonstration am Samstag, 18. Oktober, 15 Uhr, Jahnplatz Bielefeld
Wir dokumentieren den Aufruf (hier als pdf) der „Alevitischen Kulturgemeinde Bielefeld und Umgebung e.V.“:
Kobanê ist Teil der Region „Rojava“ im Norden Syriens. Nach Ausbruch des syrischen
Bürgerkriegs haben in Rojava Kurden, Araber, Turkmenen und Assyrer-Aramäer
gemeinsam begonnen, über alle ethnischen und religiösen Grenzen hinweg, eine
selbstverwaltete, basisdemokratische Gesellschaft aufzubauen. Frauen wirken
gleichberechtigt in allen Lebensbereichen mit. Damit hat Rojava Vorbildfunktion für
ausnahmslos alle Staaten im Nahen Osten und darüber hinaus. Weiterlesen

Èmile Pouget, Die Revolution ist Alltagssache. Schriften zur Theorie und Praxis des revolutionären Syndikalismus

Lesung mit dem Übersetzer Michael Halfbrodt
am Donnerstag, 30.10.2014, um 19.30 Uhr im FAU-Büro

Michael Halfbrodt, Übersetzer und Kommentator des Buches, wird  einen Einblick in das Werk und Wirken des sozialrevolutionären Anarchosyndikalisten Pouget geben und dabei mögliche Schlussfolgerungen für die gewerkschaftliche Praxis der Gegenwart ableiten. Zur Diskussion sind alle Interessierten herzlich eingeladen!
am Donnerstag, 30.10.2014,
um 19.30 Uhr im FAU-Büro, Metzerstr. 20 (Ecke Mühlenstr.), Bielefeld
mehr über FAU Bielefeld oder www.fau.org

Pouget, Die Revolution ist AlltagssacheÉmile Pouget, Die Revolution ist Alltagssache. Schriften zur Theorie und Praxis des revolutionären Syndikalismus.
Übersetzt, eingeleitet und kommentiert von Michael Halfbrodt
Sein Père Peinard ist vielleicht bis heute die witzigste, einflussreichste, ungewöhnlichste aller anarchistischen Zeitschriften geblieben – Émile Pouget (1860-1931), Publizist, Polemiker, Satiriker, aber auch Gründervater des revolutionären Syndikalismus, Erfinder des Wortes Sabotage, Initiator und Planer einer spektakulären Kampagne für den Achtstundentag, Mitverfasser der „Charta von Amiens“… Der vorliegende Band versammelt seine wichtigsten Schriften zum Syndikalismus.
Verlag Edition AV, ISBN 978-3-86841-105-8, 308 Seiten, 18 €