Termine und Veranstaltungen der FAU Bielefeld im November 2019

Hervorgehoben

Was will, was macht die Freie Arbeiter*innen Union (FAU?)
Eine Einführung in die Arbeit, Ideen und Ziele unserer Gewerkschaft
Mittwoch, 13.11., 19 Uhr

Libertärer Lesekreis
Freitag, 15.11., 19 Uhr

Gewerkschaftliche Beratung
Probleme am Arbeitsplatz, mit Mobbing, ausstehenden Löhnen, Überstunden,
Urlaubstagen …? Wir helfen und lassen dich nicht alleine stehen!
Montag, 18.11., 16-18 Uhr

Treffen des Allgemeinen Syndikats Bielefeld (Gewerkschaft für alle Berufe)
Montag, 18.11., 18.30 Uhr

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Gemeinschaft organisieren gegen die AfD

Von Maja Luc, Stadtsektion Potsdam der FAU Berlin | neues deutschland nd
Beitrag zur Debattenserie „Bewegt Euch!“ des nd über Perspektiven einer breiten links-gewerkschaftlichen und basisorientierten Bewegung mit konkreten Aktionen vor Ort als Mittel auch gegen braun-blau-autoritäre Strömungen

Aus dem Artikel
Wo Menschen sich als konkurrierende Fremde begegnen, ist Zusammenstehen undenkbar. Hier sollte Gewerkschaftsarbeit ansetzen. Auch als radikale Linke sollten wir uns an dieser Stelle mit einer konsequenten Klassenpolitik von unten in Arbeitskämpfe und soziale Kämpfe einmischen. Erfolgreich werden wir damit aber nur, wenn wir Menschen dazu ermächtigen, sich als wirkungsvolle politische Subjekte zu erleben, die ihre Kämpfe selbstbestimmt und aus eigener Kraft führen können. Neben der dafür nötigen Bildungsarbeit muss Gewerkschaft dabei vor allem eines: Solidarität organisieren.

Weiterlesen? Hier geht’s zum Originalbericht.

Bundesarbeitsgericht: Lohnraub weiterhin ohne Folgen für den Investor der Mall of Shame

Mall of shame, 06.10.2019

In der Klage zweier Bauarbeiter gegen die HGHI Leipziger Platz GmbH & Co. KG ist am 16.10.2019 das Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) gefallen. Es ging um die Frage, ob der Investor für nicht gezahlte Löhne haftet, wenn der Generalunternehmer und die Subunternehmen in die Insolvenz flüchten. Das letztinstanzliche Gericht der deutschen Arbeitsgerichtsbarkeit hat entschieden, dass die bestehenden Gesetze die Haftungsverantwortung des Investors nicht vorsehen, wenn das errichtete Gebäude nur vermietet und nicht verkauft wird. Die Taschen der Arbeiter bleiben erneut leer.

Strategische Insolvenzen?
Sieben Bauarbeiter, die an der Baustelle der Mall of Berlin 2014 um ihre Löhne geprellt wurden, hatten zunächst die verantwortlichen Subunternehmen vor Gericht gezogen. Als sie Recht bekamen, haben die Subunternehmen jedoch Insolvenz angemeldet oder sind einfach abgetaucht. Auch die Generalunternehmerin der Baustelle, die Fettchenhauer Controlling & Logistic GmbH (FCL), hatte Insolvenz angemeldet – bereits kurz nachdem die Proteste der FAU Berlin im Winter 2014 losgingen.
Nachdem bei den Subunternehmen und dem Generalunternehmen nichts zu holen war, sind zwei der Bauarbeiter den juristischen Weg weitergegangen und gegen die Bauherrin und Investorin, die HGHI Leipziger Platz, vor Gericht gezogen. Als größte Profiteurin und einziges solventes Glied in der Kette trägt sie Verantwortung für den Lohnraub auf der Baustelle.
Neben der HGHI Holding GmbH gibt es unzählige weitere Firmen mit dem Akronym HGHI in ihrem Namen, die ab und zu den Namen oder die Unternehmensform wechseln. Nach der Insolvenz der FCL arbeitete ein anderes Unternehmen mit dem Namen FCL, die Fettchenhauer Construction GmbH, bei der Baustelle LIO Lichterfelde wieder mit der HGHI zusammen. Die Insolvenz einer Firma scheint also kein Hindernis für das geschäftliche Treiben der Inhaber zu sein.
Die HGHI Leipziger Platz hielt es bisher nicht für nötig, Insolvenz anzumelden. Vielleicht weil sie sich schon sicher war, dass nach der Gesetzeslage ein Bauherr nicht dafür haftet, dass auf seiner Baustelle die Gesetze eingehalten werden und die Arbeiter bezahlt werden. Die Generalunternehmerin schon – daher wohl die strategische Insolvenz der FCL bereits im Winter 2014. Diese Vermutung hat das Urteil des BAG bestätigt.

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[AUS DER DA] Erneuerung und Reform der Arbeiterbewegung


Ein Plädoyer für den Anarcho-Syndikalismus – 

(Dieser Text wurde aus dem Englischen übersetzt. Er basiert auf der überarbeiteten Mitschrift eines Vortrags auf der 11. Global Labour University Conference: »The Just Transition and the Role of Labour: Our Ecological, Social, and Economic Future«, 28.-30. September 2016, Johannesburg, Südafrika.)

Danke für die Einladung zu diesem Panel [1], zusammen mit der Genossin Hilary Wainwright, einer Schlüsselfigur der britischen feministischen und sozialistischen Bewegung und Redakteurin von Red Pepper, dem Genossen Ozzi Warwick von der Oilfields Workers’ Trade Union in Trinidad und Tobago und dem Genossen Martin Egbanubi vom Michael Imoudu National Institute for Labour Studies in Nigeria. Es gibt eine erfreulich große Schnittmenge zwischen den unterschiedlichen Beiträgen, insbesondere durch den Fokus auf die Selbsttätigkeit und auf das immense schöpferische Potenzial der Arbeiterklasse und der armen Leute, als Organizer, als Rebellen und als Schöpfer neuer Modelle und Ideen.


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[UNI VON UNTEN #2] Betriebszeitung für Hochschulen

 

 

Aktuell abgreifen in unserem Gewerkschaftslokal könnt ihr die zweite Ausgabe der

UNI VON UNTEN

THEMEN:

  • Gewerkschaftliches Organizing
  • Organisierung studentischer Beschäftigter in Potsdam
  • HU Berlin auf Tarifflucht
  • Umstrukturierung der Prüfungsberatung in Jena
  • „Es geht nur mit den Studierenden“. Interview mit Tilman Reitz
  • „Frist ist Frust“. Kampagne zur Entfristung an Hochschulen

 

[GewerkschaftsTour] Nähfabriken in Asien

Rundreise vom 07.10. bis 29.10.2019

So gut wie alle von uns tragen Klamotten aus den Nähfabriken in Asien. Höchste Zeit von den Leute vor Ort zu hören und sich mit ihnen zu vernetzen.

Dian von der feministischen Gewerkschaft Inter-Factory Workers’ Federation (FBLP), welche insbesondere in Jakarta (Indonesien) ihren Fokus hat, sowie Chamila des Dabindu Collective (Sri Lanka) werden einen Input geben. Es wird um die aktuellen Arbeits- und Lebensbedingungen der Näherinnen und Gender-Based-Violence (GBV) gehen, aber auch um aktuelle Arbeitskämpfe.


ALLE INFOS ZU DER VERANSTALTUNGSREIHE

Luft zum Atmen

IN KOOPERATION MIT DEM OFFKINO

Luft zum Atmen – 40 Jahre Opposition bei Opel in Bochum

D 2019 // 70 Min. / DCP / // Regie: Johanna Schellhagen // Dokumentarfilm

Freitag, 25. Oktober 2019 von 20:30 bis 23:30

Offkino Bielefeld
August-Bebel-Str. 94, 33602 Bielefeld

1972 gründeten ein paar Arbeiter und Revolutionär bei Opel in Bochum die „Gruppe oppositioneller Gewerkschafter“ (GoG). Die GoG existierte über 40 Jahre und hat mit ihrer radikalen Betriebsarbeit den Widerstandsgeist in der Bochumer Belegschaft befeuert.
Als Betriebsräte gaben sie geheime Informationen an die Belegschaft weiter, sie sorgten für achtstündige Betriebsversammlungen, kämpften gegen Krankenverfolgung, organisierten ihren eigenen Bildungsurlaub und versuchten sogar, auf eigenen Faust direkte internationale Solidarität zwischen den verschiedenen General Motors Belegschaften in Europa herzustellen, um sich gegen die Standorterpressungen in den 1990er Jahren zur Wehr zu setzen.


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Lasst uns reden – über Literatur

Mittwoch, 09. Oktober 2019 um 19 Uhr im FAU-Lokal

So geht’s: Wer mag, bringt einen Roman, eine Erzählung oder ein Gedicht mit und liest vor. Oder Ihr erzählt einfach von einem Buch, von Schriftsteller*innen, die Euch grade wichtig sind. Eine Viertelstunde könnt Ihr gestalten, wie Ihr mögt. Danach reden wir darüber. Es ist ein Experiment, weil es sich einfach entwickeln kann und es kein festes Programm gibt. Was passiert, hängt davon ab, was Ihr mitbringt und was Ihr zu sagen habt.


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[Internationale Solidarität] Spendet für den Streik bei Godoy Hortalizas in Almería!

Bereits seit zehn Tagen streiken die Arbeiter*innen zweier Gemüse-Plantagen der Gruppe Godoy Hortalizas in Almería, Andalusien. Sie protestieren gegen die rechtswidrige Entlassung festangestellter Kolleg*innen und eine Reihe von Arbeitsrechtsverletzungen: Unter anderem weigert sich die Betriebsleitung, den Mindestlohn von 6,90€ pro Stunde zu zahlen. Da sich die Brüder Felipe und David Godoy gegenüber den Forderungen der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft, der SOC-SAT, bislang taub stellen und mit jeglichen legalen und illegalen Mitteln (zuletzt Anstellung externer Streikbrecher, physische Gewalt durch Vorarbeiter!) versuchen den Streik zu brechen, dauert die Arbeitsniederlegung an.


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