Termine und Veranstaltungen der FAU Bielefeld im Dezember 2019

Hervorgehoben

Gewerkschaftliche Beratung
Probleme am Arbeitsplatz, mit Mobbing, ausstehenden Löhnen, Überstunden,
Urlaubstagen …? Wir helfen und lassen dich nicht alleine stehen!
Montag, 2.12., 16-18 Uhr

Treffen des Allgemeinen Syndikats (Gewerkschaft für alle Berufe)
in der FAU Bielefeld
Montag, 02.12., 18.30 Uhr

Gewerkschaftliche Beratung
Probleme am Arbeitsplatz, mit Mobbing, ausstehenden Löhnen, Überstunden,
Urlaubstagen …? Wir helfen und lassen dich nicht alleine stehen!
Donnerstag, 05.12., 18-20 Uhr

Libertärer Lesekreis
Freitag, 06.12., 19 Uhr

Offene Bibliothek der FAU Bielefeld
Sonntag, 08.12., 16-18 Uhr

alle Veranstaltungen im Gewerkschaftslokal der FAU Bielefeld
Metzer Str. 20, Bielefeld

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Trotz Einschüchterungsversuch Erfolg vor Gericht

[Pressemitteilung der FAU Halle] FAU Halle
Pflegedienst wollte Minijobber*innen nicht auszahlen und Gewerkschaft mundtot machen. Gericht entscheidet: Auch geringfügig Beschäftigte haben Anspruch auf Nachtschichtzuschläge.

Am 28.11.2019 wurde am Arbeitsgericht Halle entschieden, dass auch Minijober*innen aus der Pflegebranche Anspruch auf Nachtschichtzuschläge haben. Die drei ehemaligen Pflegehilfskräfte hatten mit Hilfe der FAU Halle geklagt, nachdem sie im November 2018 gekündigt wurden. Sie wurden vorrangig nachts eingesetzt, erhielten dafür aber nie einen Ausgleich. Nun muss die Lebensdank Halle GmbH ihnen rund 3500 Euro an Nachtschichtzuschlägen und Urlaubsentgelt nachzahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

„Das Urteil ist gut für Menschen, die in prekären Teilzeitbeschäftigungen schuften und zeigt, dass es sich lohnt, sich zu wehren. Der Prozess hat aber auch offenbart, dass die gesetzlichen Normen die Schlechterstellung von Teilzeitbeschäftigten nicht klar verhindern.“, so die Sekretärin der FAU Halle, Lisa Birkigt. Die Lebensdank GmbH hat sich bis zuletzt gegen die Forderungen der Pflegehilfskräfte gewehrt. Unter anderem hatte sie versucht eine einstweilige Verfügung gegen die FAU zu erwirken, um weitere Proteste zu verbieten, war damit aber vor Gericht gescheitert.

„Ich kann nur sagen, wie wichtig es ist, mit den Kolleg*innen zu sprechen und sich über Probleme auszutauschen. Wenn wir, die sich immer weiter zuspitzenden Zustände in der Pflege ernsthaft verbessern wollen, dann schaffen wir das nur gemeinsam“, sagte eine der Betroffenen. Neben den Krankenhäusern muss auch in den ambulanten Pflegebetrieben ein höherer Organisationsgrad der Angestellten erreicht werden. Denn bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege-Branche, wirken sich auch auf die Qualität der Pflege aus.

Halle, den 29.11.2019

Kontakt:
Allgemeines Syndikat Halle/Saale (FAU)
Ludwigstraße 37, 06110 Halle/Saale
Web: halle.fau.org
Mail:fauhal-presse@fau.org
0176 54470263

„Streik!“

am Schwarzen Freitag, 29.11., 20 Uhr zeigen wir
im FAU-Gewerkschaftslokal, Metzer Str. 20, Bielefeld, den Film

„Streik!“
Nach „Der Wert des Menschen“ hat das Duo Stéphane Brizé (Regie, Drehbuch) und Vincent Lindon (Hauptrolle) einen weiteren ähnlichen Film gedreht, der in Frankreich bereits im letzten Jahr in den Kinos lief, sodass schon zu befürchten war, dass der Film in Deutschland gar nicht gezeigt würde. Unter dem schlichten, ein wenig einfallslosen Titel „Streik“. Da ist der Originaltitel „En guerre“ (bzw. der internationale Titel „At War“) schon expliziter.
Worum geht es? Der Autozulieferer Perrin, oder vielmehr der deutsche Mutterkonzern Dimke, beschließt, das Werk im südwestfranzösischen Agen wegen mangelnder Konkurrenzfähigkeit zu schließen. 1100 Beschäftigte sollen arbeitslos werden, was in einer strukturschwachen Region bedeutet, dauerarbeitslos zu bleiben, nur noch prekäre Jobs zu finden oder wegzuziehen. Die Sache ist insofern höchst pikant, als der Betrieb im Vorjahr noch 17 Millionen Euro Gewinn gemacht hat und weil die Direktion mit den Gewerkschaften vor zwei Jahren ein Abkommen geschlossen hat:
die Beschäftigten arbeiten 40 statt 35 Wochenstunden für den gleichen Lohn und verzichten auf alle Prämien und erhalten im Gegenzug eine fünfjährige Beschäftigungsgarantie. Wie ein Gewerkschaftler vorrechnet, haben die Beschäftigten innerhalb von zwei Jahren auf nicht weniger als 14 Millionen Euro verzichtet, um ihren Arbeitsplatz zu retten. Natürlich ist die mangelnde Konkurrenzfähigkeit nur vorgeschoben, das Unternehmen erwirtschaftet einfach keine – in den Augen der Aktionäre – ausreichende Rendite.
Wenn du mehr wissen willst, komm vorbei und schau dir den Film an.
Streik. Originaltitel: En guerre. Regie und Drehbuch: Stéphane Brizé, FR 2018, 110 mn. Sprache:
französisch, Untertitel: englisch

Gemeinschaft organisieren gegen die AfD

Von Maja Luc, Stadtsektion Potsdam der FAU Berlin | neues deutschland nd
Beitrag zur Debattenserie „Bewegt Euch!“ des nd über Perspektiven einer breiten links-gewerkschaftlichen und basisorientierten Bewegung mit konkreten Aktionen vor Ort als Mittel auch gegen braun-blau-autoritäre Strömungen

Aus dem Artikel
Wo Menschen sich als konkurrierende Fremde begegnen, ist Zusammenstehen undenkbar. Hier sollte Gewerkschaftsarbeit ansetzen. Auch als radikale Linke sollten wir uns an dieser Stelle mit einer konsequenten Klassenpolitik von unten in Arbeitskämpfe und soziale Kämpfe einmischen. Erfolgreich werden wir damit aber nur, wenn wir Menschen dazu ermächtigen, sich als wirkungsvolle politische Subjekte zu erleben, die ihre Kämpfe selbstbestimmt und aus eigener Kraft führen können. Neben der dafür nötigen Bildungsarbeit muss Gewerkschaft dabei vor allem eines: Solidarität organisieren.

Weiterlesen? Hier geht’s zum Originalbericht.

Bundesarbeitsgericht: Lohnraub weiterhin ohne Folgen für den Investor der Mall of Shame

Mall of shame, 06.10.2019

In der Klage zweier Bauarbeiter gegen die HGHI Leipziger Platz GmbH & Co. KG ist am 16.10.2019 das Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) gefallen. Es ging um die Frage, ob der Investor für nicht gezahlte Löhne haftet, wenn der Generalunternehmer und die Subunternehmen in die Insolvenz flüchten. Das letztinstanzliche Gericht der deutschen Arbeitsgerichtsbarkeit hat entschieden, dass die bestehenden Gesetze die Haftungsverantwortung des Investors nicht vorsehen, wenn das errichtete Gebäude nur vermietet und nicht verkauft wird. Die Taschen der Arbeiter bleiben erneut leer.

Strategische Insolvenzen?
Sieben Bauarbeiter, die an der Baustelle der Mall of Berlin 2014 um ihre Löhne geprellt wurden, hatten zunächst die verantwortlichen Subunternehmen vor Gericht gezogen. Als sie Recht bekamen, haben die Subunternehmen jedoch Insolvenz angemeldet oder sind einfach abgetaucht. Auch die Generalunternehmerin der Baustelle, die Fettchenhauer Controlling & Logistic GmbH (FCL), hatte Insolvenz angemeldet – bereits kurz nachdem die Proteste der FAU Berlin im Winter 2014 losgingen.
Nachdem bei den Subunternehmen und dem Generalunternehmen nichts zu holen war, sind zwei der Bauarbeiter den juristischen Weg weitergegangen und gegen die Bauherrin und Investorin, die HGHI Leipziger Platz, vor Gericht gezogen. Als größte Profiteurin und einziges solventes Glied in der Kette trägt sie Verantwortung für den Lohnraub auf der Baustelle.
Neben der HGHI Holding GmbH gibt es unzählige weitere Firmen mit dem Akronym HGHI in ihrem Namen, die ab und zu den Namen oder die Unternehmensform wechseln. Nach der Insolvenz der FCL arbeitete ein anderes Unternehmen mit dem Namen FCL, die Fettchenhauer Construction GmbH, bei der Baustelle LIO Lichterfelde wieder mit der HGHI zusammen. Die Insolvenz einer Firma scheint also kein Hindernis für das geschäftliche Treiben der Inhaber zu sein.
Die HGHI Leipziger Platz hielt es bisher nicht für nötig, Insolvenz anzumelden. Vielleicht weil sie sich schon sicher war, dass nach der Gesetzeslage ein Bauherr nicht dafür haftet, dass auf seiner Baustelle die Gesetze eingehalten werden und die Arbeiter bezahlt werden. Die Generalunternehmerin schon – daher wohl die strategische Insolvenz der FCL bereits im Winter 2014. Diese Vermutung hat das Urteil des BAG bestätigt.

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[AUS DER DA] Erneuerung und Reform der Arbeiterbewegung


Ein Plädoyer für den Anarcho-Syndikalismus – 

(Dieser Text wurde aus dem Englischen übersetzt. Er basiert auf der überarbeiteten Mitschrift eines Vortrags auf der 11. Global Labour University Conference: »The Just Transition and the Role of Labour: Our Ecological, Social, and Economic Future«, 28.-30. September 2016, Johannesburg, Südafrika.)

Danke für die Einladung zu diesem Panel [1], zusammen mit der Genossin Hilary Wainwright, einer Schlüsselfigur der britischen feministischen und sozialistischen Bewegung und Redakteurin von Red Pepper, dem Genossen Ozzi Warwick von der Oilfields Workers’ Trade Union in Trinidad und Tobago und dem Genossen Martin Egbanubi vom Michael Imoudu National Institute for Labour Studies in Nigeria. Es gibt eine erfreulich große Schnittmenge zwischen den unterschiedlichen Beiträgen, insbesondere durch den Fokus auf die Selbsttätigkeit und auf das immense schöpferische Potenzial der Arbeiterklasse und der armen Leute, als Organizer, als Rebellen und als Schöpfer neuer Modelle und Ideen.


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[UNI VON UNTEN #2] Betriebszeitung für Hochschulen

 

 

Aktuell abgreifen in unserem Gewerkschaftslokal könnt ihr die zweite Ausgabe der

UNI VON UNTEN

THEMEN:

  • Gewerkschaftliches Organizing
  • Organisierung studentischer Beschäftigter in Potsdam
  • HU Berlin auf Tarifflucht
  • Umstrukturierung der Prüfungsberatung in Jena
  • „Es geht nur mit den Studierenden“. Interview mit Tilman Reitz
  • „Frist ist Frust“. Kampagne zur Entfristung an Hochschulen

 

[GewerkschaftsTour] Nähfabriken in Asien

Rundreise vom 07.10. bis 29.10.2019

So gut wie alle von uns tragen Klamotten aus den Nähfabriken in Asien. Höchste Zeit von den Leute vor Ort zu hören und sich mit ihnen zu vernetzen.

Dian von der feministischen Gewerkschaft Inter-Factory Workers’ Federation (FBLP), welche insbesondere in Jakarta (Indonesien) ihren Fokus hat, sowie Chamila des Dabindu Collective (Sri Lanka) werden einen Input geben. Es wird um die aktuellen Arbeits- und Lebensbedingungen der Näherinnen und Gender-Based-Violence (GBV) gehen, aber auch um aktuelle Arbeitskämpfe.


ALLE INFOS ZU DER VERANSTALTUNGSREIHE

Luft zum Atmen

IN KOOPERATION MIT DEM OFFKINO

Luft zum Atmen – 40 Jahre Opposition bei Opel in Bochum

D 2019 // 70 Min. / DCP / // Regie: Johanna Schellhagen // Dokumentarfilm

Freitag, 25. Oktober 2019 von 20:30 bis 23:30

Offkino Bielefeld
August-Bebel-Str. 94, 33602 Bielefeld

1972 gründeten ein paar Arbeiter und Revolutionär bei Opel in Bochum die „Gruppe oppositioneller Gewerkschafter“ (GoG). Die GoG existierte über 40 Jahre und hat mit ihrer radikalen Betriebsarbeit den Widerstandsgeist in der Bochumer Belegschaft befeuert.
Als Betriebsräte gaben sie geheime Informationen an die Belegschaft weiter, sie sorgten für achtstündige Betriebsversammlungen, kämpften gegen Krankenverfolgung, organisierten ihren eigenen Bildungsurlaub und versuchten sogar, auf eigenen Faust direkte internationale Solidarität zwischen den verschiedenen General Motors Belegschaften in Europa herzustellen, um sich gegen die Standorterpressungen in den 1990er Jahren zur Wehr zu setzen.


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Lasst uns reden – über Literatur

Mittwoch, 09. Oktober 2019 um 19 Uhr im FAU-Lokal

So geht’s: Wer mag, bringt einen Roman, eine Erzählung oder ein Gedicht mit und liest vor. Oder Ihr erzählt einfach von einem Buch, von Schriftsteller*innen, die Euch grade wichtig sind. Eine Viertelstunde könnt Ihr gestalten, wie Ihr mögt. Danach reden wir darüber. Es ist ein Experiment, weil es sich einfach entwickeln kann und es kein festes Programm gibt. Was passiert, hängt davon ab, was Ihr mitbringt und was Ihr zu sagen habt.


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