[Internationale Solidarität] Spendet für den Streik bei Godoy Hortalizas in Almería!

Bereits seit zehn Tagen streiken die Arbeiter*innen zweier Gemüse-Plantagen der Gruppe Godoy Hortalizas in Almería, Andalusien. Sie protestieren gegen die rechtswidrige Entlassung festangestellter Kolleg*innen und eine Reihe von Arbeitsrechtsverletzungen: Unter anderem weigert sich die Betriebsleitung, den Mindestlohn von 6,90€ pro Stunde zu zahlen. Da sich die Brüder Felipe und David Godoy gegenüber den Forderungen der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft, der SOC-SAT, bislang taub stellen und mit jeglichen legalen und illegalen Mitteln (zuletzt Anstellung externer Streikbrecher, physische Gewalt durch Vorarbeiter!) versuchen den Streik zu brechen, dauert die Arbeitsniederlegung an.


QUELLE & WEITER

Fridays for future, Klimastreik und die gesellschaftliche Arbeit: Für den Ökosozialismus!

Klimawandel, Regenwald- und Biodiversitätszerstörung, Nitrat- und Hormonbelastung der Oberflächen- und Grundgewässer und Plastikmüll in den Ozeanen sind zentrale sozialökologische Problemstellungen gegenwärtiger und auf der kapitalistischen Produktionsweise basierender Gesellschaftsformationen. Gegen diese Probleme kämpfen junge Menschen und nennen ihren Protest Fridays for future und Extinction Rebellion (XR).
Diese Proteste sind notwendig und unterstützenswert. Zugleich gilt, dass die sozial-ökologischen Probleme nur zu verstehen und zu lösen sind, wenn die sich entfaltenden Klima- und Umweltkrisen als Folgen der weltgesellschaftlichen Produktionsweise und der damit einhergehenden Form der gesellschaftlichen Arbeit gesehen werden. Der permanente Trieb Kapital anzuhäufen durch die Ausbeutung der Lohnarbeit und der Konsum des produzierten Warenreichtums sind die Ursache der sichentfaltenden multiplen Umweltkrise.
Es müssen deshalb zwei Fragen gestellt werden, um in der Suche nach planetarer Gleichheit, individueller wie kollektiver Freiheit und Selbstbestimmung Fortschritte erzielen zu können. Was ist radikale Arbeitspolitik in einer Ära, in der von einer Klima- und Umweltkrise gesprochen wird? Was ist eine radikale Klima- und Umweltpolitik, die zur Lösung der Umweltkrisen beiträgt, in einer Ära der hochindustrialisierten Produktion, der beschleunigten Automatisierung und Technisierung der Arbeit und des überreichlichen Konsums?
Antworten auf diese Fragen können wir geben, wenn wir über eine Demokratisierung gesellschaftlicher Arbeit nachdenken und aus diesem Nachdenken Schlussfolgerungen für unser politisches Handeln ziehen. Das bedeutet, dass es nicht reicht für bessere Klimapolitik zu streiken und an die Regierungen der Welt zu appellieren, um eine dauerhafte Verbesserung der weltweiten Entwicklung zu erreichen. Die anstehende Aufgabe besteht vielmehr im gewerkschaftlichen und sozialrevolutionären Kampf für eine Vergesellschaftung von Ressourcen und die Demokratisierungder Arbeit, Wirtschaft und der Natur.
Die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Uni-on (FAU) ruft deshalb dazu auf, Gewerkschaften als zukunftsorientierte und demokratisierende Organisationen der Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens zu erneuern. In den Gewerkschaften, als die Organisationen in denen die produzierendenund arbeitenden Menschen zusammenkommen (können), können wir die Pläne für eine ausbeutungsfreie, umweltschonende und zufriedenstellende Arbeit entwickeln. Gewerkschaften und basisdemokratisch verwaltete Kollektivbetriebe können die Organisationen sein, die den zentralen Beitrag in der Weltgesellschaft leisten, um zu verhindern, dass für die Anhäufung von Vermögen und Kapital und die blinde Steigerung des Konsums weiterhin auf Kostender Zukunft gearbeitet wird. Eine zukunfts-orientierte Bewegung, bestehend aus jungen Menschen (Fridays for future) und den arbeitenden Menschen, muss und kann die Zukunft der Welt zum Besseren wenden, wenn wir die basisdemokratische Planung der Arbeit als Instrument der notwendigen Transformation begreifen. Die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Bielefeld wird sich am Klimastreik am 20. September beteiligen

[Grundsätzliches] 10 Gründe, warum wir weniger arbeiten sollten


Um Gründe für eine radikale Veränderung der Arbeitsumstände zu finden, müssen wir nicht zwangsläufig Marx vor- und rückwärts rezitieren können*. Nein, ein einfacher Blick auf das eigene Leben und die Bedürfnisse und Fähigkeiten kann schon für ein Umdenken ausreichen. Einen tollen Text das zu unterstreichen, gefunden bei der 4-STUNDEN-LIGA,
präsentieren wir euch hiermit gerne!
Achja, ein guter Ort die Arbeits- und Lebensverhältnisse zum Besseren zu wenden, ist eure freundliche Basisgewerkschaft aus der Nachbarschaft 😉

*schaden kann das vielleicht aber auch nicht?!?


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[Filmtipp] Die Produktionsmittel übernehmen – ein Blick auf Vio.Me

Ein Bericht von der besetzten Fabrik Vio.Me in Thessaloniki von 2019.

Die Arbeiter_innen erklären, wie sie die Arbeit organisieren, die Entscheidungen treffen und was sie produzieren. Sie wollen Teil einer alternativen Ökonomie von unten sein, da, wie sie herausstreichen, die kapitalistische Produktion nicht für die Bedürfnisse der Menschen da ist:

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[Leben ohne Chef*in] Vorstellung des Hostel-, Café-, Kneipen- Kollektiv „schickSAAL“


Sehr schick präsentieren sich die Zimmer in der Galerie auf der Homepage. Im Zimmer „Rote Prinzessin“ lässt sich sicherlich vortrefflich von der sozialen Revolution träumen; und wenn die Sozialrevolutionär*innen dann ausgeschlafen haben, kann am Frühstückstisch dann über anstehende Projekte gesprochen werden. Projekte wie „das schickSAAL“ dem zu wünschen ist, dass es möglichst bald das erste Haus am Platz in Lübeck wird.


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[Demoaufruf] Bundesweite Demo gegen Abschiebehaft

»100 Jahre Abschiebehaft« richtet sich an alle, die sich für Abschiebehaftgefangene einsetzen (wollen) und von einer Gesellschaft ohne Abschiebehaft träumen. 100 Jahre lang blieb dieser Traum verwehrt. Es wird also höchste Zeit, gemeinsam aktiv zu werden! Um diesen Traum zu realisieren, braucht es eure Unterstützung!


QUELLE & INFOS

[aktion ./. arbeitsunrecht] #Freitag13: Tönnies Fleischverarbeitung

Demo
Rheda-Wiedenbrück | 13. September 2019, 15:00 Uhr | Demonstration zum Tönnies-Schlachthof. Zentrale Veranstaltung für Westfalen, Münsterland, OWL | Treffpunkt: Bahnhof Rheda, 33378 Rheda-Wiedenbrück – Veranstalter vor Ort: Bündnis gegen Tönnies-Erweiterung, LAG Tierschutz Die Linke NRW, Aktion gegen Arbeitsunrecht

Vorbereitungstreffen
Gütersloh | Sonntag, 18. August 2019, 17:00 Uhr | Büro Die Linke | Nur mit Anmeldung an camila.cirlini@die-linke.d

[INFOS VON aktion.arbeitsunrecht.de/freitag13-toennies]

Warum gehen wir am Schwarzen Freitag, 13. September 2019 gegen Tönnies vor?

Clemens Tönnies und sein Neffe Robert Tönnies betreiben mit der Tönnies Holding ApS & Co.KG den mit Abstand größten Schlachtbetrieb Deutschlands und größten Schweineschlachter Europas. Jahresumsatz 2018: 6,5 Milliarden Euro.

Zur Tönnies Fleischproduktion gehören Zerlegung, Verarbeitung, Veredelung, Verpackung, Transport. Neben der Unternehmenszentrale in Rheda-Wiedenbrück hat Tönnies Standorte in Sögel, Kellinghusen, Beckum, Badbergen, Kempten (Allgäu), Weißenfels (Sachsen-Anhalt) und Brandenburg an der Havel.


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